Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern
umsorgt zu werden
umsorgt zu werden
Gedanken nach einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt
Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden
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Gedanken nach einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt
Vor Kurzem hat mich Andreas Wrede vom Hamburger Abendblatt zu einem Thema befragt, das mich seit Jahren begleitet: warum Kinder biologisch auf beide Elternteile angewiesen sind – und was passiert, wenn diese Bindung zerbricht. Aus dem Gespräch ist der Artikel „Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden“ entstanden.
Was mir an diesem Interview besonders gefallen hat: Andreas Wrede hat sehr genau nachgefragt, gerade dort, wo es um die wissenschaftliche Basis ging – das hat mich gefreut, weil dieses Thema in der öffentlichen Debatte oft zu schnell emotional statt fundiert diskutiert wird. Es war für mich eine schöne Gelegenheit, ein Thema, mit dem ich täglich arbeite, einmal für eine breitere Leserschaft in Worte zu fassen.
Die zentralen Gedanken daraus möchte ich hier etwas ausführlicher teilen.
Manchmal hilft ein Blick zurück – weit zurück, an den Anfang unserer Art –, um etwas zu verstehen, das sich im Alltag oft nur schwer in Worte fassen lässt.
Kinder kommen als sogenannte Nesthocker zur Welt. Anders als die meisten Säugetiere sind sie nach der Geburt über Jahre hinweg auf intensive Fürsorge angewiesen. Die Fachliteratur nennt das Altrizialität. Ich nenne es lieber beim eigentlichen Namen: eine besondere, einzigartige Verletzlichkeit.
Und aus dieser Verletzlichkeit erwächst ein Bedürfnis, das älter ist als jedes Familienrecht:
das Bedürfnis nach kooperativer, idealerweise biparentaler Fürsorge.
Nicht nach einer Bezugsperson.
Nach zwei.
Zwei Menschen im Zweifelsfall in unterschiedlichen Rollen, mit unterschiedlichen Stärken – aber beide unverzichtbar.
Wenn ich das im Gespräch erkläre, höre ich manchmal den Einwand: Das sei doch längst bekannt, das sei common sense. Und ja, im Grunde stimmt das. Nur handeln wir in schwierigen Trennungssituationen erstaunlich oft so, als wäre es das nicht.
Zwei Botschaften, die zusammengehören
Die erste Botschaft lautet: Kinder brauchen beide Eltern.
Die zweite, fast ebenso wichtig: Dieses Bedürfnis ist keine Erziehungsideologie, sondern biologisch verankert.
Neurobiologische Untersuchungen bei Müttern und Vätern zeigen während des Übergangs zur Elternschaft strukturelle Veränderungen im Gehirn, hormonelle Anpassungen, eine gesteigerte Bereitschaft, auf die Signale des Säuglings zu reagieren.
Bei beiden.
Das ist keine Meinung. Das ist messbar.
Und trotzdem verhalten sich Systeme – Familien, manchmal auch Gerichte – gelegentlich so, als sei ein Elternteil verzichtbar, sobald die Paarbeziehung endet.
Wer leidet eigentlich am meisten, wenn eine Bindung zerbricht?
In meinen eigenen Studien, qualitativ wie quantitativ, zeigt sich ein Befund, der zunächst überrascht: Erwachsene, deren Bindung zu einem Kind – aktuell oder schon vor langer Zeit – zerbrochen ist, weisen eine dramatisch gesunkene Lebenszufriedenheit auf. Schlechten Schlaf. Starke Depressionen. Bisweilen suizidale Gedanken.
Und häufig leiden gerade diese Eltern noch mehr als die Kinder selbst.
Das mag zunächst kontraintuitiv klingen. Ist es aber nicht, wenn man die Biologie ernst nimmt.
Gehirn und Körper eines Elternteils sind auf Fürsorge vorbereitet.
Nicht darauf, dass ihnen diese Rolle plötzlich verwehrt wird.
Was daraus entsteht, ähnelt einer Trauerreaktion. Nur trauert man um jemanden, der noch lebt.
Warum Mütter oft anders leiden als Väter
Während der Schwangerschaft bereiten sich Gehirn und Körper einer Frau bereits gezielt auf Schutz und Fürsorge vor. Sie signalisieren dem ungeborenen Kind, im übertragenen Sinne: Ich bin für dich da. Für immer.
Väter senden vergleichbare Signale – aber meist erst nach der Geburt.
Das erklärt nicht alles. Aber es erklärt einiges: warum der Bindungsaufbau zeitlich unterschiedlich beginnt, und warum ein plötzlicher Abbruch dieser Bindung unterschiedliche Verletzungsmuster hinterlassen kann.
Das ändert nichts an einer Grundwahrheit, die die Menschheitsgeschichte seit jeher kennt: Mutter, Vater und Sippe sorgen gemeinsam für den Nachwuchs. Sonst überlebt er nicht.
Was bei den Kindern selbst bleibt
Wird einem Kind ein Elternteil genommen, verliert es etwas, das kaum zu ersetzen ist: das Urgefühl von Geborgenheit und Sicherheit in der Familie.
Manches davon zeigt sich sofort. Manches erst Jahrzehnte später – als Muster, unbewusst weitergetragen in die eigene, neu gegründete Familie.
Ob das daran liegt, dass verinnerlichte Muster sich wiederholen, oder ob manche Betroffene sich gerade dadurch berufen fühlen, diese Muster zu durchbrechen – dazu brauchen wir noch mehr Forschung. Deutlich mehr.
Der Plan, den es meistens nicht gibt
Eine Überzeugung, die mir in der täglichen Praxis als Mediator und Verfahrensbeistand immer wichtiger wird: Dass ein Kind den Kontakt zu einem Elternteil verliert, ist selten von Anfang an der Plan des anderen Elternteils.
Es entsteht im Verlauf einer Trennung. Dann, wenn sie strittig oder hochstrittig wird. Wenn unregulierte, verletzte Emotionen und bis dahin unbekannte Aggressionen ins Spiel kommen.
Niemand plant das am ersten Tag.
Aber viele finden sich Monate später mittendrin wieder.
Was helfen würde
Ich plädiere seit Jahren für eine staatliche, politikferne Einrichtung, die sich präventiv um getrennte Eltern kümmert – bevor der Konflikt eskaliert. Vermittelnd. Mäßigend. Bevor jemand vor Gericht steht.
Ein Modell, das mich überzeugt, kommt aus Belgien: die „Friedensanwälte“. Anwältinnen und Anwälte, die – statt sich mit „gegnerischen Anwälten“ zu bekämpfen – im Rahmen eines Konsensmodells auf Ausgleich hinarbeiten. Damit Eltern und Kindern langwierige, kostspielige, nervenaufreibende Verfahren erspart bleiben.
Denn diese Verfahren sind teuer. Nicht nur finanziell. Saftige Gutachten, psychologisch-therapeutische Begleitung, nicht selten vorübergehende oder sogar dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eines Elternteils.
Präventive Kommunikation – am besten schon, bevor eine Trennung unausweichlich wird – ist dabei entscheidend. Beide Seiten müssen bereit sein, Empathie zu zeigen.
Und Fehler einzugestehen.
Es hat wahre Größe, zu sagen: Es tut mir leid, ich habe einen Fehler gemacht.
Ein Satz, der bleibt
Das Abschneiden lebenswichtiger Eltern-Kind-Bindungen ist eine ernsthafte Bedrohung für die kindliche Entwicklung.
Das ist kein Alarmismus. Das ist Biologie.
Kinder werden nicht für ein Ein-Personen-Versorgungsmodell geboren.
Sie werden für Kooperation geboren.
Vielleicht ist das der eigentliche Ausgangspunkt für jede Diskussion über Sorgerecht, Umgang und Trennung: nicht die Frage, wer recht hat.
Sondern die Frage, wie wir dem gerecht werden, wofür die Natur uns eigentlich vorgesehen hat.
Der vollständige Artikel
Wer tiefer einsteigen möchte: Den vollständigen Artikel mit Andreas Wrede findet ihr hier: Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt
Mehr dazu auch jede Woche im Podcast des Hamburger Abendblatt, wenn Eltern Feinde werden
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English
The Child’s Need to Be Cared for by Both Parents
– A few thoughts after a conversation with the Hamburger Abendblatt
Recently, Andreas Wrede from the Hamburger Abendblatt interviewed me on a topic that has stayed with me for years: why children are biologically dependent on both parents — and what happens when that bond breaks. Our conversation became the article „Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden“ („The Child’s Need to Be Cared for by Both Parents“).
What I especially enjoyed about this interview: Andreas Wrede asked very precise questions, particularly where the scientific basis was concerned — which I appreciated, because this topic is often discussed too emotionally and too little grounded in evidence in public debate. It was a good opportunity for me to put into words, for a wider readership, a subject I work with every day.
I’d like to share the central ideas from it here in a bit more depth.
Sometimes it helps to look back — far back, to the origins of our species — to understand something that is hard to put into words in everyday life.
Children are born altricial. Unlike most mammals, after birth they depend on intensive care for years. The literature calls this altriciality. I prefer to call it what it really is: a special, unique vulnerability.
And out of that vulnerability grows a need older than any family law:
the need for cooperative, ideally biparental care.
Not for one attachment figure.
For two.
Two people, ideally in different roles, with different strengths — but both indispensable.
When I explain this in conversation, I sometimes hear the objection that this is already well known, plain common sense. And yes, at its core, that’s true. Only in difficult separations, we surprisingly often act as though it weren’t.
Two messages that belong together
The first message is: children need both parents.
The second, almost equally important: this need is not a parenting ideology — it is biologically anchored.
Neurobiological studies of mothers and fathers show, during the transition to parenthood, structural changes in the brain, hormonal adaptations, an increased readiness to respond to an infant’s signals.
In both.
This isn’t opinion. It’s measurable.
And yet systems — families, sometimes courts too — occasionally behave as though one parent becomes dispensable the moment the couple relationship ends.
Who actually suffers most when a bond breaks?
In my own studies, both qualitative and quantitative, one finding stands out — and it may surprise at first: adults whose bond with a child has broken, whether recently or long ago, show a dramatically reduced life satisfaction. Poor sleep. Severe depression. Sometimes suicidal thoughts.
And often, it’s precisely these parents who suffer even more than the children themselves.
That may sound counterintuitive at first. But it isn’t, once you take biology seriously.
The brain and body of a parent are prepared for caregiving.
Not for having that role suddenly denied to them.
What emerges from this resembles a grief reaction. Except you’re grieving someone who is still alive.
Why mothers sometimes suffer differently than fathers
During pregnancy, a woman’s brain and body already prepare specifically for protection and care. In a figurative sense, they signal to the unborn child: I am here for you. Forever.
Fathers send comparable signals too — but usually only after birth.
This doesn’t explain everything. But it explains a fair amount: why the bonding process begins at different points in time, and why a sudden rupture of that bond can leave different patterns of injury.
None of this changes a fundamental truth humanity has always known: mother, father, and extended family care for offspring together. Otherwise, the offspring doesn’t survive.
What stays with the children themselves
When a child is deprived of a parent, they lose something almost impossible to replace: the primal sense of safety and security within the family.
Some of this shows up immediately. Some only decades later — as a pattern, unconsciously carried into the new family the child, now an adult, goes on to build.
Whether this happens because internalized patterns repeat themselves, or because some who are affected feel specifically called to break those patterns, is something we still need far more research to understand.
The plan that usually doesn’t exist
A conviction that grows stronger for me every day in my practice as a mediator and children’s legal representative: a child losing contact with a parent is rarely, from the very beginning, the other parent’s plan.
It develops over the course of a separation. When that separation turns contested, or highly contested. When unregulated, wounded emotions and previously unknown aggressions enter the picture.
No one plans this on day one.
But many find themselves in the middle of it, months later.
What would help
For years I’ve advocated for a state-run, politically independent body that supports separated parents preventively — before conflict escalates. Mediating. Moderating. Before anyone sets foot in a courtroom.
One model that convinces me comes from Belgium: the „peace lawyers.“ Attorneys who, instead of battling „opposing counsel,“ work within a consensus model toward balance — sparing parents and children long, costly, nerve-wracking proceedings.
Because these proceedings are expensive. Not only financially. Hefty expert reports, psychological-therapeutic support, and not infrequently a parent’s temporary — or even permanent — inability to work.
Preventive communication — ideally before a separation becomes unavoidable — is decisive here. Both sides need to be willing to show empathy.
And to admit mistakes.
It takes real greatness to say: I’m sorry, I made a mistake.
A sentence that stays
The severing of vital parent-child bonds is a serious threat to a child’s development.
This isn’t alarmism. It’s biology.
Children are not born for a one-person care model.
They are born for cooperation.
Perhaps that’s the real starting point for any discussion about custody, contact, and separation: not the question of who is right.
But the question of how we live up to what nature actually designed us for.
The full article
If you’d like to read more: you can find the full article with Andreas Wrede here (in German): Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt
More on this every week on the HA podcast.
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Espanol
La necesidad infantil de ser cuidado por ambos progenitores
– Algunas reflexiones tras una entrevista con el Hamburger Abendblatt
Hace poco, Andreas Wrede, del Hamburger Abendblatt, me entrevistó sobre un tema que me acompaña desde hace años: por qué los niños dependen biológicamente de ambos progenitores, y qué ocurre cuando ese vínculo se rompe. De esa conversación surgió el artículo «Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden» («La necesidad infantil de ser cuidado por ambos progenitores»).
Lo que más me gustó de esta entrevista: Andreas Wrede preguntó con mucha precisión, especialmente en lo relativo a la base científica —algo que agradecí, porque este tema a menudo se debate en el espacio público de forma demasiado emocional y poco fundamentada. Fue para mí una buena oportunidad de poner en palabras, para un público más amplio, un tema con el que trabajo a diario.
Quiero compartir aquí, con algo más de detalle, las ideas centrales que surgieron de ello.
A veces ayuda mirar hacia atrás —muy atrás, al origen de nuestra especie— para entender algo que en el día a día resulta difícil de expresar con palabras.
Los niños nacen como seres altriciales. A diferencia de la mayoría de los mamíferos, tras el nacimiento dependen durante años de unos cuidados intensivos. La literatura especializada lo llama altricialidad. Yo prefiero llamarlo por su nombre real: una vulnerabilidad especial y única.
Y de esa vulnerabilidad nace una necesidad más antigua que cualquier derecho de familia:
la necesidad de un cuidado cooperativo, idealmente biparental.
No de una figura de referencia.
De dos.
Dos personas, en el mejor de los casos con roles distintos, con fortalezas distintas, pero ambas imprescindibles.
Cuando lo explico en una conversación, a veces escucho la objeción de que esto ya se sabe, que es puro sentido común. Y sí, en el fondo tienen razón. Solo que en las separaciones difíciles actuamos, sorprendentemente a menudo, como si no lo supiéramos.
## Dos mensajes que van juntos
El primer mensaje es: los niños necesitan a ambos progenitores.
El segundo, casi igual de importante: esta necesidad no es una ideología educativa, sino que está biológicamente anclada.
Los estudios neurobiológicos en madres y padres muestran, durante la transición a la parentalidad, cambios estructurales en el cerebro, adaptaciones hormonales, una mayor disposición a reaccionar ante las señales del bebé.
En ambos.
Esto no es una opinión. Es medible.
Y aun así, los sistemas —las familias, a veces también los tribunales— se comportan ocasionalmente como si un progenitor fuera prescindible en cuanto termina la relación de pareja.
## ¿Quién sufre realmente más cuando un vínculo se rompe?
En mis propios estudios, cualitativos y cuantitativos, aparece un hallazgo que sorprende al principio: los adultos cuyo vínculo con un hijo se ha roto —ya sea de forma reciente o hace mucho tiempo— muestran una satisfacción vital drásticamente reducida. Duermen mal. Sufren depresiones intensas. A veces, pensamientos suicidas.
Y a menudo, precisamente estos progenitores sufren incluso más que los propios hijos.
Puede sonar contraintuitivo al principio. Pero no lo es, si tomamos en serio la biología.
El cerebro y el cuerpo de un progenitor están preparados para el cuidado.
No para que ese papel les sea negado de repente.
Lo que surge de ahí se parece a una reacción de duelo. Solo que se llora por alguien que sigue con vida.
## Por qué las madres a veces sufren de forma distinta a los padres
Durante el embarazo, el cerebro y el cuerpo de una mujer ya se preparan específicamente para proteger y cuidar. Le transmiten al niño aún no nacido, en sentido figurado: estoy aquí para ti. Para siempre.
Los padres también envían señales similares, pero normalmente solo después del nacimiento.
Esto no lo explica todo. Pero explica bastante: por qué el vínculo comienza en momentos distintos, y por qué una ruptura repentina de ese vínculo puede dejar patrones de herida diferentes.
Esto no cambia una verdad fundamental que la humanidad conoce desde siempre: madre, padre y familia extensa cuidan juntos de la descendencia. De lo contrario, no sobrevive.
## Lo que permanece en los propios niños
Cuando a un niño se le quita un progenitor, pierde algo casi irremplazable: la sensación primaria de seguridad y protección dentro de la familia.
Parte de ello se manifiesta de inmediato. Parte, solo décadas después, como un patrón, transmitido inconscientemente a la nueva familia que el propio niño, ya adulto, formará.
Si esto ocurre porque se repiten patrones interiorizados, o porque algunos afectados se sienten precisamente llamados a romperlos, es algo que aún necesitamos investigar más. Bastante más.
## El plan que casi nunca existe
Una convicción que se refuerza cada día en mi práctica como mediador y representante procesal de menores: que un hijo pierda el contacto con un progenitor rara vez es, desde el principio, el plan del otro progenitor.
Surge en el transcurso de una separación. Cuando esta se vuelve conflictiva o altamente conflictiva. Cuando entran en juego emociones heridas no reguladas y agresiones hasta entonces desconocidas.
Nadie lo planea el primer día.
Pero muchos se encuentran, meses después, en medio de ello.
## Lo que ayudaría
Desde hace años defiendo la necesidad de una institución estatal, ajena a la política, que se ocupe de forma preventiva de los padres separados —antes de que el conflicto escale. Mediando. Moderando. Antes de llegar a los tribunales.
Un modelo que me convence viene de Bélgica: los „abogados de paz“. Profesionales que, en lugar de enfrentarse a „abogados contrarios“, trabajan dentro de un modelo de consenso para lograr el equilibrio. Así se ahorran a padres e hijos procedimientos largos, costosos y desgastantes.
Porque esos procedimientos son caros. No solo económicamente. Peritajes onerosos, acompañamiento psicológico-terapéutico, y no pocas veces la incapacidad laboral temporal o incluso permanente de un progenitor.
La comunicación preventiva —idealmente antes de que una separación sea inevitable— resulta decisiva. Ambas partes deben estar dispuestas a mostrar empatía.
Y a reconocer errores.
Tiene verdadera grandeza decir: lo siento, cometí un error.
## Una frase que queda
La ruptura de vínculos vitales entre padres e hijos es una amenaza seria para el desarrollo infantil.
Esto no es alarmismo. Es biología.
Los niños no nacen para un modelo de cuidado de una sola persona.
Nacen para la cooperación.
Quizá ese sea el verdadero punto de partida de cualquier debate sobre custodia, régimen de visitas y separación: no la pregunta de quién tiene razón.
Sino la pregunta de cómo estar a la altura de aquello para lo que la naturaleza, en realidad, nos concibió.
## El artículo completo
Para profundizar: podéis encontrar el artículo completo con Andreas Wrede aquí (en alemán): [Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt](https://www.abendblatt.de/hamburg/article412708857/ein-evolutionaeres-beduerfnis-nach-kooperativer-fuersorge-beider-elternteile.html)
Más sobre esto cada semana en el podcast del Hamburger Abendblatt, wenn Eltern Feinde werden.
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Français
Le besoin de l’enfant d’être pris en charge par ses deux parents
– Quelques réflexions après un entretien avec le Hamburger Abendblatt
Il y a peu, Andreas Wrede du Hamburger Abendblatt m’a interrogé sur un sujet qui m’accompagne depuis des années : pourquoi les enfants dépendent-ils biologiquement de leurs deux parents – et que se passe-t-il lorsque ce lien se brise. De cet entretien est né l’article « Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden » (« Le besoin de l’enfant d’être pris en charge par ses deux parents »).
Ce qui m’a particulièrement plu dans cet entretien : Andreas Wrede a posé des questions très précises, surtout lorsqu’il s’agissait des fondements scientifiques — cela m’a fait plaisir, car ce sujet est souvent débattu de façon trop émotionnelle plutôt qu’étayée dans l’espace public. Ce fut pour moi une belle occasion de mettre en mots, pour un public plus large, un sujet avec lequel je travaille au quotidien.
Je souhaite partager ici, de façon un peu plus approfondie, les idées centrales qui en sont issues.
Il est parfois utile de regarder en arrière — très loin en arrière, jusqu’aux origines de notre espèce — pour comprendre quelque chose qui, dans la vie de tous les jours, se laisse difficilement mettre en mots.
Les enfants naissent dans un état de grande dépendance biologique. Contrairement à la plupart des mammifères, ils dépendent, après la naissance, de soins intensifs pendant des années. La littérature spécialisée appelle cela l’altricialité. Je préfère l’appeler par son vrai nom : une vulnérabilité particulière et unique.
Et de cette vulnérabilité naît un besoin plus ancien que n’importe quel droit de la famille :
le besoin d’une prise en charge coopérative, idéalement biparentale.
Pas d’une seule figure de référence.
De deux.
Deux personnes, dans l’idéal avec des rôles différents, des forces différentes — mais toutes deux indispensables.
Quand j’explique cela en conversation, j’entends parfois l’objection que c’est déjà bien connu, du simple bon sens. Et oui, au fond, c’est vrai. Sauf que dans les séparations difficiles, nous agissons étonnamment souvent comme si ce n’était pas le cas.
## Deux messages qui vont ensemble
Le premier message est : les enfants ont besoin de leurs deux parents.
Le second, presque aussi important : ce besoin n’est pas une idéologie éducative, il est ancré biologiquement.
Les études neurobiologiques menées auprès des mères et des pères montrent, durant la transition vers la parentalité, des changements structurels dans le cerveau, des adaptations hormonales, une disposition accrue à réagir aux signaux du nourrisson.
Chez les deux.
Ce n’est pas une opinion. C’est mesurable.
Et pourtant, les systèmes — les familles, parfois aussi les tribunaux — se comportent parfois comme si un parent devenait superflu dès que la relation de couple prend fin.
## Qui souffre réellement le plus lorsqu’un lien se rompt ?
Dans mes propres études, qualitatives comme quantitatives, un résultat surprend d’abord : les adultes dont le lien avec un enfant s’est rompu — récemment ou il y a longtemps — présentent une satisfaction de vie considérablement réduite. Un sommeil de mauvaise qualité. Des dépressions sévères. Parfois des pensées suicidaires.
Et bien souvent, ce sont précisément ces parents qui souffrent encore plus que les enfants eux-mêmes.
Cela peut sembler contre-intuitif au premier abord. Mais ça ne l’est pas, si l’on prend la biologie au sérieux.
Le cerveau et le corps d’un parent sont préparés à prendre soin.
Pas à ce que ce rôle leur soit soudainement refusé.
Ce qui en résulte ressemble à une réaction de deuil. Sauf qu’on porte le deuil de quelqu’un qui est encore en vie.
## Pourquoi les mères souffrent parfois différemment des pères
Pendant la grossesse, le cerveau et le corps d’une femme se préparent déjà spécifiquement à la protection et aux soins. Ils signalent à l’enfant à naître, au sens figuré : je suis là pour toi. Pour toujours.
Les pères envoient eux aussi des signaux comparables — mais généralement seulement après la naissance.
Cela n’explique pas tout. Mais cela explique beaucoup : pourquoi la construction du lien commence à des moments différents, et pourquoi une rupture soudaine de ce lien peut laisser des blessures de nature différente.
Cela ne change rien à une vérité fondamentale que l’humanité connaît depuis toujours : mère, père et famille élargie prennent soin ensemble de leur descendance. Sinon, elle ne survit pas.
## Ce qui reste chez les enfants eux-mêmes
Lorsqu’un enfant se voit privé d’un parent, il perd quelque chose de presque irremplaçable : le sentiment primaire de sécurité et de protection au sein de la famille.
Une partie de cela se manifeste immédiatement. Une autre, seulement des décennies plus tard — comme un schéma, transmis inconsciemment à la nouvelle famille que l’enfant, devenu adulte, fondera à son tour.
Que cela s’explique par la répétition de schémas intériorisés, ou parce que certaines personnes concernées se sentent précisément appelées à rompre ces schémas, c’est une question qui nécessite encore beaucoup plus de recherche.
## Le plan qui, la plupart du temps, n’existe pas
Une conviction qui se renforce chaque jour dans ma pratique de médiateur et de représentant légal des enfants : qu’un enfant perde le contact avec un parent est rarement, dès le départ, le plan de l’autre parent.
Elle se développe au fil d’une séparation. Lorsque celle-ci devient conflictuelle, voire hautement conflictuelle. Lorsque des émotions blessées non régulées et des agressions jusque-là inconnues entrent en jeu.
Personne ne planifie cela le premier jour.
Mais beaucoup s’y retrouvent plongés, des mois plus tard.
## Ce qui aiderait
Je plaide depuis des années pour une instance étatique, indépendante du politique, qui s’occupe de manière préventive des parents séparés — avant que le conflit ne s’envenime. En médiant. En apaisant. Avant tout passage devant un tribunal.
Un modèle qui me convainc vient de Belgique : les « avocats de paix ». Des avocates et avocats qui, au lieu de s’affronter à des « avocats adverses », travaillent dans le cadre d’un modèle de consensus en vue d’un équilibre — épargnant ainsi aux parents et aux enfants des procédures longues, coûteuses et éprouvantes.
Car ces procédures coûtent cher. Pas seulement financièrement. Expertises onéreuses, accompagnement psychologique et thérapeutique, et bien souvent une incapacité de travail temporaire, voire durable, chez l’un des parents.
La communication préventive — idéalement avant même qu’une séparation ne devienne inévitable — est ici déterminante. Les deux parties doivent être prêtes à faire preuve d’empathie.
Et à reconnaître leurs erreurs.
Il faut une vraie grandeur d’âme pour dire : je suis désolé, j’ai commis une erreur.
## Une phrase qui reste
La rupture de liens vitaux entre parents et enfants constitue une menace sérieuse pour le développement de l’enfant.
Ce n’est pas de l’alarmisme. C’est de la biologie.
Les enfants ne naissent pas pour un modèle de prise en charge à une seule personne.
Ils naissent pour la coopération.
C’est peut-être là le véritable point de départ de tout débat sur la garde, le droit de visite et la séparation : non pas la question de savoir qui a raison.
Mais celle de savoir comment être à la hauteur de ce pour quoi la nature nous a, en réalité, conçus.
## L’article complet
Pour aller plus loin : vous trouverez l’article complet avec Andreas Wrede ici (en allemand) : [Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt](https://www.abendblatt.de/hamburg/article412708857/ein-evolutionaeres-beduerfnis-nach-kooperativer-fuersorge-beider-elternteile.html)
Plus à ce sujet chaque semaine dans le podcast du Hamburger Abendblatt, wenn Eltern Feinde werden.
Vor Kurzem hat mich Andreas Wrede vom Hamburger Abendblatt zu einem Thema befragt, das mich seit Jahren begleitet: warum Kinder biologisch auf beide Elternteile angewiesen sind – und was passiert, wenn diese Bindung zerbricht. Aus dem Gespräch ist der Artikel „Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden“ entstanden.
Was mir an diesem Interview besonders gefallen hat: Andreas Wrede hat sehr genau nachgefragt, gerade dort, wo es um die wissenschaftliche Basis ging – das hat mich gefreut, weil dieses Thema in der öffentlichen Debatte oft zu schnell emotional statt fundiert diskutiert wird. Es war für mich eine schöne Gelegenheit, ein Thema, mit dem ich täglich arbeite, einmal für eine breitere Leserschaft in Worte zu fassen.
Die zentralen Gedanken daraus möchte ich hier etwas ausführlicher teilen.
Manchmal hilft ein Blick zurück – weit zurück, an den Anfang unserer Art –, um etwas zu verstehen, das sich im Alltag oft nur schwer in Worte fassen lässt.
Kinder kommen als sogenannte Nesthocker zur Welt. Anders als die meisten Säugetiere sind sie nach der Geburt über Jahre hinweg auf intensive Fürsorge angewiesen. Die Fachliteratur nennt das Altrizialität. Ich nenne es lieber beim eigentlichen Namen: eine besondere, einzigartige Verletzlichkeit.
Und aus dieser Verletzlichkeit erwächst ein Bedürfnis, das älter ist als jedes Familienrecht:
das Bedürfnis nach kooperativer, idealerweise biparentaler Fürsorge.
Nicht nach einer Bezugsperson.
Nach zwei.
Zwei Menschen im Zweifelsfall in unterschiedlichen Rollen, mit unterschiedlichen Stärken – aber beide unverzichtbar.
Wenn ich das im Gespräch erkläre, höre ich manchmal den Einwand: Das sei doch längst bekannt, das sei common sense. Und ja, im Grunde stimmt das. Nur handeln wir in schwierigen Trennungssituationen erstaunlich oft so, als wäre es das nicht.
Zwei Botschaften, die zusammengehören
Die erste Botschaft lautet: Kinder brauchen beide Eltern.
Die zweite, fast ebenso wichtig: Dieses Bedürfnis ist keine Erziehungsideologie, sondern biologisch verankert.
Neurobiologische Untersuchungen bei Müttern und Vätern zeigen während des Übergangs zur Elternschaft strukturelle Veränderungen im Gehirn, hormonelle Anpassungen, eine gesteigerte Bereitschaft, auf die Signale des Säuglings zu reagieren.
Bei beiden.
Das ist keine Meinung. Das ist messbar.
Und trotzdem verhalten sich Systeme – Familien, manchmal auch Gerichte – gelegentlich so, als sei ein Elternteil verzichtbar, sobald die Paarbeziehung endet.
Wer leidet eigentlich am meisten, wenn eine Bindung zerbricht?
In meinen eigenen Studien, qualitativ wie quantitativ, zeigt sich ein Befund, der zunächst überrascht: Erwachsene, deren Bindung zu einem Kind – aktuell oder schon vor langer Zeit – zerbrochen ist, weisen eine dramatisch gesunkene Lebenszufriedenheit auf. Schlechten Schlaf. Starke Depressionen. Bisweilen suizidale Gedanken.
Und häufig leiden gerade diese Eltern noch mehr als die Kinder selbst.
Das mag zunächst kontraintuitiv klingen. Ist es aber nicht, wenn man die Biologie ernst nimmt.
Gehirn und Körper eines Elternteils sind auf Fürsorge vorbereitet.
Nicht darauf, dass ihnen diese Rolle plötzlich verwehrt wird.
Was daraus entsteht, ähnelt einer Trauerreaktion. Nur trauert man um jemanden, der noch lebt.
Warum Mütter oft anders leiden als Väter
Während der Schwangerschaft bereiten sich Gehirn und Körper einer Frau bereits gezielt auf Schutz und Fürsorge vor. Sie signalisieren dem ungeborenen Kind, im übertragenen Sinne: Ich bin für dich da. Für immer.
Väter senden vergleichbare Signale – aber meist erst nach der Geburt.
Das erklärt nicht alles. Aber es erklärt einiges: warum der Bindungsaufbau zeitlich unterschiedlich beginnt, und warum ein plötzlicher Abbruch dieser Bindung unterschiedliche Verletzungsmuster hinterlassen kann.
Das ändert nichts an einer Grundwahrheit, die die Menschheitsgeschichte seit jeher kennt: Mutter, Vater und Sippe sorgen gemeinsam für den Nachwuchs. Sonst überlebt er nicht.
Was bei den Kindern selbst bleibt
Wird einem Kind ein Elternteil genommen, verliert es etwas, das kaum zu ersetzen ist: das Urgefühl von Geborgenheit und Sicherheit in der Familie.
Manches davon zeigt sich sofort. Manches erst Jahrzehnte später – als Muster, unbewusst weitergetragen in die eigene, neu gegründete Familie.
Ob das daran liegt, dass verinnerlichte Muster sich wiederholen, oder ob manche Betroffene sich gerade dadurch berufen fühlen, diese Muster zu durchbrechen – dazu brauchen wir noch mehr Forschung. Deutlich mehr.
Der Plan, den es meistens nicht gibt
Eine Überzeugung, die mir in der täglichen Praxis als Mediator und Verfahrensbeistand immer wichtiger wird: Dass ein Kind den Kontakt zu einem Elternteil verliert, ist selten von Anfang an der Plan des anderen Elternteils.
Es entsteht im Verlauf einer Trennung. Dann, wenn sie strittig oder hochstrittig wird. Wenn unregulierte, verletzte Emotionen und bis dahin unbekannte Aggressionen ins Spiel kommen.
Niemand plant das am ersten Tag.
Aber viele finden sich Monate später mittendrin wieder.
Was helfen würde
Ich plädiere seit Jahren für eine staatliche, politikferne Einrichtung, die sich präventiv um getrennte Eltern kümmert – bevor der Konflikt eskaliert. Vermittelnd. Mäßigend. Bevor jemand vor Gericht steht.
Ein Modell, das mich überzeugt, kommt aus Belgien: die „Friedensanwälte“. Anwältinnen und Anwälte, die – statt sich mit „gegnerischen Anwälten“ zu bekämpfen – im Rahmen eines Konsensmodells auf Ausgleich hinarbeiten. Damit Eltern und Kindern langwierige, kostspielige, nervenaufreibende Verfahren erspart bleiben.
Denn diese Verfahren sind teuer. Nicht nur finanziell. Saftige Gutachten, psychologisch-therapeutische Begleitung, nicht selten vorübergehende oder sogar dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eines Elternteils.
Präventive Kommunikation – am besten schon, bevor eine Trennung unausweichlich wird – ist dabei entscheidend. Beide Seiten müssen bereit sein, Empathie zu zeigen.
Und Fehler einzugestehen.
Es hat wahre Größe, zu sagen: Es tut mir leid, ich habe einen Fehler gemacht.
Ein Satz, der bleibt
Das Abschneiden lebenswichtiger Eltern-Kind-Bindungen ist eine ernsthafte Bedrohung für die kindliche Entwicklung.
Das ist kein Alarmismus. Das ist Biologie.
Kinder werden nicht für ein Ein-Personen-Versorgungsmodell geboren.
Sie werden für Kooperation geboren.
Vielleicht ist das der eigentliche Ausgangspunkt für jede Diskussion über Sorgerecht, Umgang und Trennung: nicht die Frage, wer recht hat.
Sondern die Frage, wie wir dem gerecht werden, wofür die Natur uns eigentlich vorgesehen hat.
Der vollständige Artikel
Wer tiefer einsteigen möchte: Den vollständigen Artikel mit Andreas Wrede findet ihr hier: Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt
Mehr dazu auch jede Woche im Podcast des Hamburger Abendblatt, wenn Eltern Feinde werden
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English
The Child’s Need to Be Cared for by Both Parents
– A few thoughts after a conversation with the Hamburger Abendblatt
Recently, Andreas Wrede from the Hamburger Abendblatt interviewed me on a topic that has stayed with me for years: why children are biologically dependent on both parents — and what happens when that bond breaks. Our conversation became the article „Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden“ („The Child’s Need to Be Cared for by Both Parents“).
What I especially enjoyed about this interview: Andreas Wrede asked very precise questions, particularly where the scientific basis was concerned — which I appreciated, because this topic is often discussed too emotionally and too little grounded in evidence in public debate. It was a good opportunity for me to put into words, for a wider readership, a subject I work with every day.
I’d like to share the central ideas from it here in a bit more depth.
Sometimes it helps to look back — far back, to the origins of our species — to understand something that is hard to put into words in everyday life.
Children are born altricial. Unlike most mammals, after birth they depend on intensive care for years. The literature calls this altriciality. I prefer to call it what it really is: a special, unique vulnerability.
And out of that vulnerability grows a need older than any family law:
the need for cooperative, ideally biparental care.
Not for one attachment figure.
For two.
Two people, ideally in different roles, with different strengths — but both indispensable.
When I explain this in conversation, I sometimes hear the objection that this is already well known, plain common sense. And yes, at its core, that’s true. Only in difficult separations, we surprisingly often act as though it weren’t.
Two messages that belong together
The first message is: children need both parents.
The second, almost equally important: this need is not a parenting ideology — it is biologically anchored.
Neurobiological studies of mothers and fathers show, during the transition to parenthood, structural changes in the brain, hormonal adaptations, an increased readiness to respond to an infant’s signals.
In both.
This isn’t opinion. It’s measurable.
And yet systems — families, sometimes courts too — occasionally behave as though one parent becomes dispensable the moment the couple relationship ends.
Who actually suffers most when a bond breaks?
In my own studies, both qualitative and quantitative, one finding stands out — and it may surprise at first: adults whose bond with a child has broken, whether recently or long ago, show a dramatically reduced life satisfaction. Poor sleep. Severe depression. Sometimes suicidal thoughts.
And often, it’s precisely these parents who suffer even more than the children themselves.
That may sound counterintuitive at first. But it isn’t, once you take biology seriously.
The brain and body of a parent are prepared for caregiving.
Not for having that role suddenly denied to them.
What emerges from this resembles a grief reaction. Except you’re grieving someone who is still alive.
Why mothers sometimes suffer differently than fathers
During pregnancy, a woman’s brain and body already prepare specifically for protection and care. In a figurative sense, they signal to the unborn child: I am here for you. Forever.
Fathers send comparable signals too — but usually only after birth.
This doesn’t explain everything. But it explains a fair amount: why the bonding process begins at different points in time, and why a sudden rupture of that bond can leave different patterns of injury.
None of this changes a fundamental truth humanity has always known: mother, father, and extended family care for offspring together. Otherwise, the offspring doesn’t survive.
What stays with the children themselves
When a child is deprived of a parent, they lose something almost impossible to replace: the primal sense of safety and security within the family.
Some of this shows up immediately. Some only decades later — as a pattern, unconsciously carried into the new family the child, now an adult, goes on to build.
Whether this happens because internalized patterns repeat themselves, or because some who are affected feel specifically called to break those patterns, is something we still need far more research to understand.
The plan that usually doesn’t exist
A conviction that grows stronger for me every day in my practice as a mediator and children’s legal representative: a child losing contact with a parent is rarely, from the very beginning, the other parent’s plan.
It develops over the course of a separation. When that separation turns contested, or highly contested. When unregulated, wounded emotions and previously unknown aggressions enter the picture.
No one plans this on day one.
But many find themselves in the middle of it, months later.
What would help
For years I’ve advocated for a state-run, politically independent body that supports separated parents preventively — before conflict escalates. Mediating. Moderating. Before anyone sets foot in a courtroom.
One model that convinces me comes from Belgium: the „peace lawyers.“ Attorneys who, instead of battling „opposing counsel,“ work within a consensus model toward balance — sparing parents and children long, costly, nerve-wracking proceedings.
Because these proceedings are expensive. Not only financially. Hefty expert reports, psychological-therapeutic support, and not infrequently a parent’s temporary — or even permanent — inability to work.
Preventive communication — ideally before a separation becomes unavoidable — is decisive here. Both sides need to be willing to show empathy.
And to admit mistakes.
It takes real greatness to say: I’m sorry, I made a mistake.
A sentence that stays
The severing of vital parent-child bonds is a serious threat to a child’s development.
This isn’t alarmism. It’s biology.
Children are not born for a one-person care model.
They are born for cooperation.
Perhaps that’s the real starting point for any discussion about custody, contact, and separation: not the question of who is right.
But the question of how we live up to what nature actually designed us for.
The full article
If you’d like to read more: you can find the full article with Andreas Wrede here (in German): Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt
More on this every week on the HA podcast.
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Espanol
La necesidad infantil de ser cuidado por ambos progenitores
– Algunas reflexiones tras una entrevista con el Hamburger Abendblatt
Hace poco, Andreas Wrede, del Hamburger Abendblatt, me entrevistó sobre un tema que me acompaña desde hace años: por qué los niños dependen biológicamente de ambos progenitores, y qué ocurre cuando ese vínculo se rompe. De esa conversación surgió el artículo «Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden» («La necesidad infantil de ser cuidado por ambos progenitores»).
Lo que más me gustó de esta entrevista: Andreas Wrede preguntó con mucha precisión, especialmente en lo relativo a la base científica —algo que agradecí, porque este tema a menudo se debate en el espacio público de forma demasiado emocional y poco fundamentada. Fue para mí una buena oportunidad de poner en palabras, para un público más amplio, un tema con el que trabajo a diario.
Quiero compartir aquí, con algo más de detalle, las ideas centrales que surgieron de ello.
A veces ayuda mirar hacia atrás —muy atrás, al origen de nuestra especie— para entender algo que en el día a día resulta difícil de expresar con palabras.
Los niños nacen como seres altriciales. A diferencia de la mayoría de los mamíferos, tras el nacimiento dependen durante años de unos cuidados intensivos. La literatura especializada lo llama altricialidad. Yo prefiero llamarlo por su nombre real: una vulnerabilidad especial y única.
Y de esa vulnerabilidad nace una necesidad más antigua que cualquier derecho de familia:
la necesidad de un cuidado cooperativo, idealmente biparental.
No de una figura de referencia.
De dos.
Dos personas, en el mejor de los casos con roles distintos, con fortalezas distintas, pero ambas imprescindibles.
Cuando lo explico en una conversación, a veces escucho la objeción de que esto ya se sabe, que es puro sentido común. Y sí, en el fondo tienen razón. Solo que en las separaciones difíciles actuamos, sorprendentemente a menudo, como si no lo supiéramos.
## Dos mensajes que van juntos
El primer mensaje es: los niños necesitan a ambos progenitores.
El segundo, casi igual de importante: esta necesidad no es una ideología educativa, sino que está biológicamente anclada.
Los estudios neurobiológicos en madres y padres muestran, durante la transición a la parentalidad, cambios estructurales en el cerebro, adaptaciones hormonales, una mayor disposición a reaccionar ante las señales del bebé.
En ambos.
Esto no es una opinión. Es medible.
Y aun así, los sistemas —las familias, a veces también los tribunales— se comportan ocasionalmente como si un progenitor fuera prescindible en cuanto termina la relación de pareja.
## ¿Quién sufre realmente más cuando un vínculo se rompe?
En mis propios estudios, cualitativos y cuantitativos, aparece un hallazgo que sorprende al principio: los adultos cuyo vínculo con un hijo se ha roto —ya sea de forma reciente o hace mucho tiempo— muestran una satisfacción vital drásticamente reducida. Duermen mal. Sufren depresiones intensas. A veces, pensamientos suicidas.
Y a menudo, precisamente estos progenitores sufren incluso más que los propios hijos.
Puede sonar contraintuitivo al principio. Pero no lo es, si tomamos en serio la biología.
El cerebro y el cuerpo de un progenitor están preparados para el cuidado.
No para que ese papel les sea negado de repente.
Lo que surge de ahí se parece a una reacción de duelo. Solo que se llora por alguien que sigue con vida.
## Por qué las madres a veces sufren de forma distinta a los padres
Durante el embarazo, el cerebro y el cuerpo de una mujer ya se preparan específicamente para proteger y cuidar. Le transmiten al niño aún no nacido, en sentido figurado: estoy aquí para ti. Para siempre.
Los padres también envían señales similares, pero normalmente solo después del nacimiento.
Esto no lo explica todo. Pero explica bastante: por qué el vínculo comienza en momentos distintos, y por qué una ruptura repentina de ese vínculo puede dejar patrones de herida diferentes.
Esto no cambia una verdad fundamental que la humanidad conoce desde siempre: madre, padre y familia extensa cuidan juntos de la descendencia. De lo contrario, no sobrevive.
## Lo que permanece en los propios niños
Cuando a un niño se le quita un progenitor, pierde algo casi irremplazable: la sensación primaria de seguridad y protección dentro de la familia.
Parte de ello se manifiesta de inmediato. Parte, solo décadas después, como un patrón, transmitido inconscientemente a la nueva familia que el propio niño, ya adulto, formará.
Si esto ocurre porque se repiten patrones interiorizados, o porque algunos afectados se sienten precisamente llamados a romperlos, es algo que aún necesitamos investigar más. Bastante más.
## El plan que casi nunca existe
Una convicción que se refuerza cada día en mi práctica como mediador y representante procesal de menores: que un hijo pierda el contacto con un progenitor rara vez es, desde el principio, el plan del otro progenitor.
Surge en el transcurso de una separación. Cuando esta se vuelve conflictiva o altamente conflictiva. Cuando entran en juego emociones heridas no reguladas y agresiones hasta entonces desconocidas.
Nadie lo planea el primer día.
Pero muchos se encuentran, meses después, en medio de ello.
## Lo que ayudaría
Desde hace años defiendo la necesidad de una institución estatal, ajena a la política, que se ocupe de forma preventiva de los padres separados —antes de que el conflicto escale. Mediando. Moderando. Antes de llegar a los tribunales.
Un modelo que me convence viene de Bélgica: los „abogados de paz“. Profesionales que, en lugar de enfrentarse a „abogados contrarios“, trabajan dentro de un modelo de consenso para lograr el equilibrio. Así se ahorran a padres e hijos procedimientos largos, costosos y desgastantes.
Porque esos procedimientos son caros. No solo económicamente. Peritajes onerosos, acompañamiento psicológico-terapéutico, y no pocas veces la incapacidad laboral temporal o incluso permanente de un progenitor.
La comunicación preventiva —idealmente antes de que una separación sea inevitable— resulta decisiva. Ambas partes deben estar dispuestas a mostrar empatía.
Y a reconocer errores.
Tiene verdadera grandeza decir: lo siento, cometí un error.
## Una frase que queda
La ruptura de vínculos vitales entre padres e hijos es una amenaza seria para el desarrollo infantil.
Esto no es alarmismo. Es biología.
Los niños no nacen para un modelo de cuidado de una sola persona.
Nacen para la cooperación.
Quizá ese sea el verdadero punto de partida de cualquier debate sobre custodia, régimen de visitas y separación: no la pregunta de quién tiene razón.
Sino la pregunta de cómo estar a la altura de aquello para lo que la naturaleza, en realidad, nos concibió.
## El artículo completo
Para profundizar: podéis encontrar el artículo completo con Andreas Wrede aquí (en alemán): [Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt](https://www.abendblatt.de/hamburg/article412708857/ein-evolutionaeres-beduerfnis-nach-kooperativer-fuersorge-beider-elternteile.html)
Más sobre esto cada semana en el podcast del Hamburger Abendblatt, wenn Eltern Feinde werden.
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Français
Le besoin de l’enfant d’être pris en charge par ses deux parents
– Quelques réflexions après un entretien avec le Hamburger Abendblatt
Il y a peu, Andreas Wrede du Hamburger Abendblatt m’a interrogé sur un sujet qui m’accompagne depuis des années : pourquoi les enfants dépendent-ils biologiquement de leurs deux parents – et que se passe-t-il lorsque ce lien se brise. De cet entretien est né l’article « Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden » (« Le besoin de l’enfant d’être pris en charge par ses deux parents »).
Ce qui m’a particulièrement plu dans cet entretien : Andreas Wrede a posé des questions très précises, surtout lorsqu’il s’agissait des fondements scientifiques — cela m’a fait plaisir, car ce sujet est souvent débattu de façon trop émotionnelle plutôt qu’étayée dans l’espace public. Ce fut pour moi une belle occasion de mettre en mots, pour un public plus large, un sujet avec lequel je travaille au quotidien.
Je souhaite partager ici, de façon un peu plus approfondie, les idées centrales qui en sont issues.
Il est parfois utile de regarder en arrière — très loin en arrière, jusqu’aux origines de notre espèce — pour comprendre quelque chose qui, dans la vie de tous les jours, se laisse difficilement mettre en mots.
Les enfants naissent dans un état de grande dépendance biologique. Contrairement à la plupart des mammifères, ils dépendent, après la naissance, de soins intensifs pendant des années. La littérature spécialisée appelle cela l’altricialité. Je préfère l’appeler par son vrai nom : une vulnérabilité particulière et unique.
Et de cette vulnérabilité naît un besoin plus ancien que n’importe quel droit de la famille :
le besoin d’une prise en charge coopérative, idéalement biparentale.
Pas d’une seule figure de référence.
De deux.
Deux personnes, dans l’idéal avec des rôles différents, des forces différentes — mais toutes deux indispensables.
Quand j’explique cela en conversation, j’entends parfois l’objection que c’est déjà bien connu, du simple bon sens. Et oui, au fond, c’est vrai. Sauf que dans les séparations difficiles, nous agissons étonnamment souvent comme si ce n’était pas le cas.
## Deux messages qui vont ensemble
Le premier message est : les enfants ont besoin de leurs deux parents.
Le second, presque aussi important : ce besoin n’est pas une idéologie éducative, il est ancré biologiquement.
Les études neurobiologiques menées auprès des mères et des pères montrent, durant la transition vers la parentalité, des changements structurels dans le cerveau, des adaptations hormonales, une disposition accrue à réagir aux signaux du nourrisson.
Chez les deux.
Ce n’est pas une opinion. C’est mesurable.
Et pourtant, les systèmes — les familles, parfois aussi les tribunaux — se comportent parfois comme si un parent devenait superflu dès que la relation de couple prend fin.
## Qui souffre réellement le plus lorsqu’un lien se rompt ?
Dans mes propres études, qualitatives comme quantitatives, un résultat surprend d’abord : les adultes dont le lien avec un enfant s’est rompu — récemment ou il y a longtemps — présentent une satisfaction de vie considérablement réduite. Un sommeil de mauvaise qualité. Des dépressions sévères. Parfois des pensées suicidaires.
Et bien souvent, ce sont précisément ces parents qui souffrent encore plus que les enfants eux-mêmes.
Cela peut sembler contre-intuitif au premier abord. Mais ça ne l’est pas, si l’on prend la biologie au sérieux.
Le cerveau et le corps d’un parent sont préparés à prendre soin.
Pas à ce que ce rôle leur soit soudainement refusé.
Ce qui en résulte ressemble à une réaction de deuil. Sauf qu’on porte le deuil de quelqu’un qui est encore en vie.
## Pourquoi les mères souffrent parfois différemment des pères
Pendant la grossesse, le cerveau et le corps d’une femme se préparent déjà spécifiquement à la protection et aux soins. Ils signalent à l’enfant à naître, au sens figuré : je suis là pour toi. Pour toujours.
Les pères envoient eux aussi des signaux comparables — mais généralement seulement après la naissance.
Cela n’explique pas tout. Mais cela explique beaucoup : pourquoi la construction du lien commence à des moments différents, et pourquoi une rupture soudaine de ce lien peut laisser des blessures de nature différente.
Cela ne change rien à une vérité fondamentale que l’humanité connaît depuis toujours : mère, père et famille élargie prennent soin ensemble de leur descendance. Sinon, elle ne survit pas.
## Ce qui reste chez les enfants eux-mêmes
Lorsqu’un enfant se voit privé d’un parent, il perd quelque chose de presque irremplaçable : le sentiment primaire de sécurité et de protection au sein de la famille.
Une partie de cela se manifeste immédiatement. Une autre, seulement des décennies plus tard — comme un schéma, transmis inconsciemment à la nouvelle famille que l’enfant, devenu adulte, fondera à son tour.
Que cela s’explique par la répétition de schémas intériorisés, ou parce que certaines personnes concernées se sentent précisément appelées à rompre ces schémas, c’est une question qui nécessite encore beaucoup plus de recherche.
## Le plan qui, la plupart du temps, n’existe pas
Une conviction qui se renforce chaque jour dans ma pratique de médiateur et de représentant légal des enfants : qu’un enfant perde le contact avec un parent est rarement, dès le départ, le plan de l’autre parent.
Elle se développe au fil d’une séparation. Lorsque celle-ci devient conflictuelle, voire hautement conflictuelle. Lorsque des émotions blessées non régulées et des agressions jusque-là inconnues entrent en jeu.
Personne ne planifie cela le premier jour.
Mais beaucoup s’y retrouvent plongés, des mois plus tard.
## Ce qui aiderait
Je plaide depuis des années pour une instance étatique, indépendante du politique, qui s’occupe de manière préventive des parents séparés — avant que le conflit ne s’envenime. En médiant. En apaisant. Avant tout passage devant un tribunal.
Un modèle qui me convainc vient de Belgique : les « avocats de paix ». Des avocates et avocats qui, au lieu de s’affronter à des « avocats adverses », travaillent dans le cadre d’un modèle de consensus en vue d’un équilibre — épargnant ainsi aux parents et aux enfants des procédures longues, coûteuses et éprouvantes.
Car ces procédures coûtent cher. Pas seulement financièrement. Expertises onéreuses, accompagnement psychologique et thérapeutique, et bien souvent une incapacité de travail temporaire, voire durable, chez l’un des parents.
La communication préventive — idéalement avant même qu’une séparation ne devienne inévitable — est ici déterminante. Les deux parties doivent être prêtes à faire preuve d’empathie.
Et à reconnaître leurs erreurs.
Il faut une vraie grandeur d’âme pour dire : je suis désolé, j’ai commis une erreur.
## Une phrase qui reste
La rupture de liens vitaux entre parents et enfants constitue une menace sérieuse pour le développement de l’enfant.
Ce n’est pas de l’alarmisme. C’est de la biologie.
Les enfants ne naissent pas pour un modèle de prise en charge à une seule personne.
Ils naissent pour la coopération.
C’est peut-être là le véritable point de départ de tout débat sur la garde, le droit de visite et la séparation : non pas la question de savoir qui a raison.
Mais celle de savoir comment être à la hauteur de ce pour quoi la nature nous a, en réalité, conçus.
## L’article complet
Pour aller plus loin : vous trouverez l’article complet avec Andreas Wrede ici (en allemand) : [Das kindliche Bedürfnis, von beiden Eltern umsorgt zu werden – Hamburger Abendblatt](https://www.abendblatt.de/hamburg/article412708857/ein-evolutionaeres-beduerfnis-nach-kooperativer-fuersorge-beider-elternteile.html)
Plus à ce sujet chaque semaine dans le podcast du Hamburger Abendblatt, wenn Eltern Feinde werden.