Heimat

Heimat

Spanien ist Weltmeister. Nach den Fußball-Frauen, nun auch die Fußball-Männer.

Ich war dort. Mitten unter den Menschen. Millionen feierten auf den Straßen. Fahnen überall, Umarmungen mit völlig Fremden, dieses unbeschreibliche Gefühl, dass für einen Abend alle dieselbe Sprache sprechen – die Sprache der Freude. Das ist leider sonst nicht mehr so selbstverständlich geworden

Und ja, ich gebe es zu: Ich habe mich gefreut. So richtig.

Fast so wie damals.

Das war ein merkwürdiger Moment. Denn seit fast dreißig Jahren lebe ich in Deutschland. Ich arbeite hier, meine Familie, meine Kinder wachsen hier auf, ich bin inzwischen sogar deutscher Staatsbürger. Trotzdem löst ein Tor Spaniens noch immer etwas in mir aus, das sich rational kaum erklären lässt.

Wahrscheinlich heißt dieses Gefühl einfach Heimat.

Dabei habe ich Deutschland nicht zufällig gefunden. Nach meinem Jurastudium und einem einem Sonder- BWL-Studium folgte in Spanien zunächst der Militärdienst für Akademiker. Es war eine spannende Zeit. Rückblickend habe ich dort wahrscheinlich mehr über Führung gelernt als in mancher späteren Fortbildung. Das Militär selbst war allerdings nie wirklich meine Welt. Friedensmissionen hätten mich gereizt, die Einseitigkeit, die oft sehr starren Strukturen weniger. Gleichzeitig war die Jobsuche Anfang der neunziger Jahre alles andere als einfach. Irgendwann stand für mich fest: Ich wollte meinen Horizont erweitern und mein Glück woanders versuchen.

So kam ich nach Deutschland.

Nicht aus Angst. Nicht aus Verzweiflung. Sondern vor allem aus Hoffnung. Ich wollte etwas aufbauen, Neues kennenlernen und herausfinden, was möglich ist.

Dass daraus einmal drei Jahrzehnte werden würden, hätte ich damals wohl selbst nicht geglaubt.

Heute liegen meine beruflichen Wurzeln hier. Hier habe ich promoviert, Sozial-Ökonomie und Psychologie studiert, als Sachverständiger gearbeitet, geforscht, an der Uni gelehrt und meine Familie gegründet. Deutschland hat mir unglaublich viel gegeben.

Meine Tochter kommentierte meine Einbürgerung allerdings auf ihre ganz eigene Weise.

„Na Papa, ein richtiger Deutscher bist du trotzdem nicht. Nur auf dem Papier.“

So etwas lernt man offenbar schon in der Grundschule. Dabei wählt sie ihre Freundinnen nach eigenen persönlichen Sympathien. Andere Aspekte spielen bei ihr offenbar keine Rolle. wie es sein sollte.

Und ich musste schmunzeln. Ganz unrecht hatte sie nicht.

Deutschland ist für mich Heimat geworden. Oder vielleicht genauer: Wahlheimat. Wenn wir es familienrechtlich ausdrücken wollten, wäre es wohl mein zweiter Lebensmittelpunkt.

Ich mag die deutsche Sprache. Ich mag die Kälte – meistens jedenfalls. Mit zu viel Schnee, mit Eis… kann man schwerer Radfahren. Also die vielen Radwege mag ich sehr. Ich mag Brötchen. Gut, die Kuchen vielleicht sogar noch mehr. Ich schätze diese Haltung, dass jeder sein Leben gestalten darf, solange er die Freiheit und die Rechte der anderen respektiert. Das passt zu mir.

Und ich mag etwas, worüber vermutlich kaum jemand nachdenkt: die gelben Ortsschilder.

Bis heute.

Schon während eines Praktikums in Frankreich in den neunziger Jahren fiel mir auf, dass ich mich jedes Mal freute, wenn hinter der Grenze die ersten gelben Schilder auftauchten. Verrückt eigentlich. Aber sie bedeuteten für mich: Jetzt bist du wieder in Deutschland.

Ein kleines Stück Zuhause.

Heimat beginnt manchmal erstaunlich unspektakulär.

Und trotzdem fühlt es sich anders an als in Spanien.

Dort liegen meine Wurzeln. Dort bin ich aufgewachsen. Die Sprache muss ich nicht suchen, sie fließt einfach. Viele Gesten versteht man, ohne darüber nachzudenken. Dort leben meine Eltern, meine Geschwister, Cousins und viele Menschen, mit denen ich Erinnerungen teile.

Vielleicht ist genau das der Unterschied.

Ein Zuhause kann man finden.

Wurzeln wachsen.

Und manche wachsen eben schon in der Kindheit.

Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass Heimat weniger ein Ort als ein Gefühl ist. Ein Gefühl, das sich nur begrenzt beeinflussen lässt. Man kann sich entscheiden, irgendwo zu leben. Man kann sich integrieren, Freunde finden, Verantwortung übernehmen und sich mit einem Land identifizieren. Aber ob sich ein Ort irgendwann wirklich nach Heimat anfühlt, entscheidet offenbar ein anderer Teil in uns.

Im Spanischen gibt es dafür übrigens gar kein richtiges Wort.

Mi tierra – mein Land – kommt dem vielleicht am nächsten. Hogar beschreibt eher das Zuhause, die eigenen vier Wände. Das deutsche Wort Heimat ist irgendwie größer. Es verbindet Orte, Menschen, Erinnerungen und Gefühle zu etwas, das sich kaum in einem Satz erklären lässt.

Vielleicht gerade deshalb ist es so schön.

Meine Kinder erleben das ganz anders.

Für sie gehören Deutschland und Spanien einfach zusammen. Sie müssen sich nicht entscheiden, und das sollen sie auch nie. Ob sie sich später eher als Deutsche, als Spanier oder als Europäer fühlen, spielt für mich überhaupt keine Rolle.

Meine Aufgabe als Vater war nie, ihnen zu sagen, wohin sie gehören.

Meine Aufgabe war nur, ihnen beide Türen offen zu halten.

Beide Sprachen.

Beide Kulturen.

Beide Familien.

Den Weg gehen müssen sie irgendwann selbst.

Ich bin Migrant. Statistisch gesehen, ein Mensch mit Migrationshintergrund. So meine Kinder auch. Ihre Kinder dann nicht mehr, sollten sie in Deutschland bleiben wollen – nach heutiger Definition. Aber Definitionen können sich ändern. So wie alles. Alles unterliegt dem Wandel.

Migrant. Dieses Wort wird heute oft sehr unterschiedlich verstanden. Für mich beschreibt es zunächst einmal etwas ganz Einfaches: Ich habe meine Heimat verlassen, weil ich mir anderswo eine bessere Zukunft erhofft habe.

Dabei hatte ich großes Glück.

Ich durfte innerhalb der Europäischen Union umziehen. Ich musste meine Staatsangehörigkeit nicht aufgeben. Meine Identität stand nie zur Diskussion. In fast dreißig Jahren habe ich persönlich kaum erlebt, wegen meiner Herkunft schlecht behandelt zu werden – jedenfalls nicht bewusst.

Auch das ist ein Privileg.

Viele Menschen, die heute nach Deutschland kommen, haben diese Möglichkeiten nicht. Manche verlassen ihre Heimat freiwillig, viele aber auch nicht. Arbeit, Krieg, politische Verfolgung, wirtschaftliche Not, Krankheit oder vielleicht auch der Klimawandel – die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Aber die Fragen sind oft dieselben.

Werde ich dort akzeptiert?

Finde ich Freunde? Arbeit? Werde ich meine Familie ernähren können?

Wird das irgendwann mein Zuhause? Werde ich mich da sicher fühlen?

Und was passiert mit dem Teil von mir, den ich zurücklassen musste?

Vielleicht beschäftigen diese Fragen Menschen schon seit Tausenden von Jahren. Migration ist vermutlich viel normaler, als wir manchmal glauben. Auch unsere Länder erzählen genau diese Geschichte.

Deutschland gibt es als Nationalstaat noch gar nicht so lange. Spanien etwas länger. Beide sind dennoch aus Begegnungen entstanden, aus Wanderungen, aus Vermischung, aus Menschen, die irgendwann irgendwo neu angefangen haben.

Sogar Namen erzählen solche Geschichten.

Mein Vorname Jorge hat griechische Wurzeln. Meine Nachnamen Guerra und González gehen sprachgeschichtlich auf germanische Ursprünge zurück.

Wer hätte das gedacht?

Wenn man etwas genauer hinschaut, wird die Welt plötzlich viel kleiner.

In meiner Arbeit als Familienrechtler und Psychologe begegnet mir diese Vielfalt beinahe täglich. Familien mit unterschiedlichen Sprachen, Religionen, Kulturen und Biografien. Manchmal wird so getan, als seien sie grundsätzlich anders.

Sind sie aber nicht.

Sie verlieben sich.

Sie gründen Familien.

Sie bekommen Kinder.

Sie streiten.

Sie versöhnen sich.

Manchmal trennen sie sich.

Und manchmal landen sie vor Gericht.

Genau wie alle anderen auch.

Je länger ich lebe, desto schwerer fällt es mir deshalb, in Kategorien zu denken. „Die Deutschen“. „Die Spanier“. „Die Migranten“. „Die Ausländer“.

Wer soll das eigentlich sein?

Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Seine Hoffnungen. Seine Ängste. Seine Erfahrungen.

Und am Ende wollen wir doch fast alle dasselbe.

Lieben.

Geliebt werden.

Gesunde Kinder.

Freunde.

Ein bisschen Sicherheit.

Einen Ort, an den wir gerne zurückkehren.

Vielleicht ist das viel wichtiger als alles, was uns trennt.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass nicht Fremdheit unser größtes Problem ist, sondern Angst. Angst macht Unterschiede größer, als sie sind. Sie lässt uns vorsichtig werden, manchmal misstrauisch, manchmal sogar feindselig.

Dabei habe ich beruflich oft erlebt, dass hinter verletzendem Verhalten nicht Stärke steckt, sondern Unsicherheit. Nicht selten eine Kindheit, in der Liebe, Geborgenheit oder Verlässlichkeit gefehlt haben.

Vielleicht beginnt Menschlichkeit deshalb gar nicht bei großen politischen Debatten.

Vielleicht beginnt sie viel früher.

Im Alltag.

Mit echtem Interesse.

Mit einem offenen Ohr.

Mit einem Lächeln.

Oder einfach damit, den Menschen vor uns zunächst einmal als Menschen zu sehen.

Spanien wird immer meine Heimat bleiben.

Deutschland wird immer meine Wahlheimat sein.

Beides schließt sich nicht aus.

Vielleicht ist das sogar das Schönste daran.

Mein Herz musste sich nie entscheiden. Es hat einfach gelernt, Platz für beides zu haben.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Bedeutung von Heimat.

Nicht, dass wir nur einen Ort haben dürfen, an dem wir uns zu Hause fühlen.

Sondern dass wir das Glück haben, manchmal mehr als einen zu finden.

Spanien ist Weltmeister.

Schön.

Ich habe mich gefreut. Wirklich.

Aber wenn ich ehrlich bin: Was hat dieser Titel eigentlich mit mir zu tun?

Bin ich dadurch ein besserer Mensch geworden? Habe ich persönlich etwas gewonnen? Oder verloren, wenn Spanien das Finale nicht erreicht hätte?

Eigentlich nicht.

Fußball darf verbinden. Er darf begeistern. Er darf uns für einen Abend das Gefühl geben, zu einer großen Gemeinschaft zu gehören. Aber er sollte weder Hochmut noch Überheblichkeit hervorbringen. Und genauso wenig Streit oder Verachtung gegenüber denen, die eine andere Fahne schwenken.

Vielleicht wäre es ohnehin schöner, wenn wir alle versuchen würden, Weltmeister in etwas anderem zu werden.

Weltmeister in Herzlichkeit.

Weltmeister in Menschlichkeit.

Weltmeister darin, anderen mit Respekt zu begegnen, auch wenn sie anders denken, anders aussehen oder woanders geboren wurden.

Ich weiß, das klingt fast naiv.

Und vielleicht ist es gerade deshalb eine Idee, die es wert ist, ernst genommen zu werden.

Denn wie viele Konflikte könnten wir verhindern? Wie viel Leid? Wie viele Kriege, Trennungen, Verletzungen und Einsamkeit?

Vielleicht verändert kein Weltmeistertitel die Welt.

Aber jeder einzelne Mensch kann es.

Ein kleines bisschen.

Jeden Tag.

Und vielleicht beginnt Heimat genau dort: Nicht nur an dem Ort, aus dem wir kommen. Sondern in der Art, wie wir miteinander umgehen.

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English:

Home

Spain is World Champion.

After the women’s national team, now the men’s team as well.

I was there. Right in the middle of it all. Millions of people celebrating in the streets. Flags everywhere. Complete strangers embracing each other. That indescribable feeling that, for one evening, everyone was speaking the same language – the language of joy. Sadly, that no longer seems as natural as it once did.

And yes, I admit it: I was genuinely happy.

Almost as happy as I was back then.

It was a strange moment. After all, I have been living in Germany for almost thirty years. I work here. My family is here. My children are growing up here. I have even become a German citizen. And yet, every goal scored by Spain still stirs something inside me that is difficult to explain rationally.

That feeling is probably what we call home.

I did not end up in Germany by chance. After studying Law and completing a special programme in Business Administration in Spain, I first completed my military service for university graduates. It was an exciting period of my life. Looking back, I probably learned more about leadership there than in many courses I attended later. The military itself, however, was never really my world. Peacekeeping missions would have appealed to me; rigid hierarchies and one-sided structures much less. At the same time, finding a job in the early 1990s was anything but easy. Eventually I realised that I wanted to broaden my horizons and try my luck somewhere else.

That is how I came to Germany.

Not out of fear. Not out of despair. Above all, out of hope. I wanted to build something, discover new perspectives and find out what was possible.

Back then, I could never have imagined that this journey would turn into three decades.

Today my professional roots are here. Here I earned my doctorate. Here I studied Social Economics and Psychology. Here I worked as a court expert, carried out research, taught at university and founded my family. Germany has given me an incredible amount.

My daughter, however, had her own way of commenting on my naturalisation.

„Well, Dad, you’re still not a real German. Only on paper.“

Apparently, children learn things like that in primary school. Interestingly enough, she chooses her friends according to her own sympathies and personalities. Everything else seems completely irrelevant to her—as it should be.

I had to smile.

She wasn’t entirely wrong.

Germany has become my home. Or perhaps, more accurately, my chosen home. If we wanted to express it in the language of family law, it would probably be my second habitual residence.

I love the German language. I like the cold—most of the time, at least. Too much snow and ice make cycling a bit more difficult, though, and I have grown very fond of Germany’s extensive network of cycle paths. I like bread rolls. Well… perhaps I like the cakes even more. And I appreciate a mindset that says everyone should be free to shape their own life, provided they respect the rights and freedoms of others. That has always resonated with me.

There is also something I like that hardly anyone ever talks about:

The yellow town signs.

Even today.

During an internship in France in the 1990s, I noticed that every time I crossed the border and saw those familiar yellow signs, I felt happy.

Strange, really.

But to me they meant only one thing:

„You’re back in Germany.“

A small piece of home.

Sometimes, the feeling of belonging begins with something surprisingly ordinary.

And yet it still feels different from Spain.

That is where my roots lie. That is where I grew up. I do not have to search for the language; it simply flows. Many gestures need no explanation. My parents, my siblings, my cousins and so many people with whom I share memories still live there.

Perhaps that is the difference.

You can find a home.

Roots grow.

And many of them begin growing in childhood.

The older I become, the more I believe that home is less a place than a feeling. A feeling that can only be influenced to a limited extent. We can decide where to live. We can integrate, make friends, assume responsibilities and identify with a country. Yet whether a place eventually feels like home seems to be decided somewhere much deeper within us.

Interestingly, Spanish does not even have a perfect equivalent for the German word Heimat.

Mi tierra—my land—probably comes closest. Hogar refers more to one’s home, one’s own four walls. The German word Heimat somehow goes beyond both. It combines places, people, memories and emotions into something that can hardly be captured in a single sentence.

Perhaps that is precisely what makes it such a beautiful word.

My children experience all this very differently.

For them, Germany and Spain simply belong together. They never have to choose, and I sincerely hope they never will. Whether they eventually feel more German, more Spanish or simply European makes no difference to me.

As their father, it was never my task to tell them where they belong.

My only task was to keep both doors open.

Both languages.

Both cultures.

Both families.

One day, the path they choose will be entirely their own.

I am a migrant.

Statistically speaking, I am a person with a migration background. So are my children. If they decide to stay in Germany, their own children would no longer fall into that category—at least according to today’s definition. But definitions can change, just as everything else does. Change is part of life.

Migrant.

Today, that word means very different things to different people. To me, however, it simply describes a fact: I left my homeland because I hoped for a better future somewhere else.

And I was fortunate.

I was able to move freely within the European Union. I did not have to renounce my nationality. My identity was never questioned. In almost thirty years, I have hardly ever experienced being treated differently because of where I came from—or at least not consciously.

That, too, is a privilege.

Many people who come to Germany today do not have those opportunities. Some leave their homeland by choice, many do not. Work, war, political persecution, economic hardship, illness, or perhaps one day climate change—the reasons are as different as people themselves.

Yet the questions are often exactly the same.

Will I be accepted there?

Will I find friends? A job? Will I be able to provide for my family?

Will this ever become my home? Will I feel safe there?

And what happens to the part of me that I had to leave behind?

Perhaps people have been asking themselves these questions for thousands of years. Migration is probably far more normal than we sometimes like to believe. Our countries themselves tell exactly that story.

Germany, as a nation-state, has not existed for all that long. Spain somewhat longer. Yet both countries are the product of encounters, migrations, cultural exchange and people who, at some point, began a new life somewhere else.

Even our names tell such stories.

My first name, Jorge, has Greek roots. My surnames, Guerra and González, are linguistically linked to Germanic origins.

Who would have guessed?

The closer we look, the smaller the world suddenly becomes.

In my work as both a family lawyer and a psychologist, I encounter this diversity almost every day. Families with different languages, religions, cultures and biographies. Sometimes they are portrayed as fundamentally different.

But they are not.

They fall in love.

They build families.

They have children.

They argue.

They reconcile.

Sometimes they separate.

And sometimes they find themselves before a court.

Just like everyone else.

The longer I live, the more difficult it becomes for me to think in categories.

„The Germans.“

„The Spaniards.“

„The migrants.“

„The foreigners.“

Who exactly are these people supposed to be?

Every human being carries their own story.

Their hopes.

Their fears.

Their experiences.

And, in the end, most of us want exactly the same things.

To love.

To be loved.

Healthy children.

Friends.

A little security.

A place we are happy to return to.

Perhaps that is far more important than everything that separates us.

Sometimes I have the impression that our greatest problem is not unfamiliarity, but fear. Fear magnifies differences. It makes us cautious, suspicious and, at times, even hostile.

Yet throughout my professional life I have often seen that behind hurtful behaviour there is rarely strength. More often, there is insecurity. Quite frequently, there is a childhood in which love, safety or reliability were missing.

Perhaps that is why humanity does not begin with great political debates.

Perhaps it begins much earlier.

In everyday life.

With genuine interest.

With a willingness to listen.

With a smile.

Or simply by seeing the person standing in front of us first and foremost as a human being.

Spain will always remain my homeland.

Germany will always remain my chosen home.

The two do not contradict each other.

Perhaps that is the most beautiful part of it all.

My heart never had to choose.

It simply learned that it was large enough for both.

And perhaps that is the true meaning of home.

Not that we are allowed only one place where we feel we belong.

But that, if we are fortunate, we may discover more than one.

Spain is World Champion.

Wonderful.

I truly was happy.

But if I am honest, what does that title actually have to do with me?

Has it made me a better person?

Have I personally gained anything?

Or would I have lost something if Spain had not reached the final?

Not really.

Football has the power to unite. It inspires us. For one evening, it allows us to feel part of a great community.

But it should never give rise to arrogance or superiority.

Nor should it lead to contempt or hostility towards those who happen to wave a different flag.

Perhaps it would be even more beautiful if each of us tried to become a world champion in something else.

A world champion of kindness.

A world champion of humanity.

A world champion in treating others with respect—even when they think differently, look different or were born somewhere else.

I know.

That may sound almost naïve.

And perhaps that is precisely why it is an idea worth taking seriously.

Because how many conflicts could we prevent?

How much suffering?

How many wars, broken families, wounded hearts and lonely lives?

Perhaps no World Cup title will ever change the world.

But every single one of us can.

Just a little.

Every single day.

And perhaps that is where home truly begins:

Not only in the place we come from,

but in the way we choose to treat one another.

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Español

Hogar

España vuelve a ser campeona del mundo.

Después de la selección femenina, ahora también la masculina.

Yo estaba allí. En medio de la gente. Millones de personas celebrando en las calles. Banderas por todas partes. Abrazos entre completos desconocidos. Esa sensación difícil de describir de que, por una noche, todos hablábamos el mismo idioma: el de la alegría. Lamentablemente, eso ya no resulta tan habitual como antes.

Y sí, lo reconozco: me alegré.

Muchísimo.

Como hace años, como siempre.

Fue una sensación curiosa. Porque llevo casi treinta años viviendo en Alemania. Trabajo aquí, aquí está mi familia, aquí crecen mis hijos y, mientras tanto, incluso me he convertido en ciudadano alemán. Sin embargo, cada gol de España sigue despertando algo dentro de mí que resulta difícil explicar de forma racional.

Supongo que ese sentimiento tiene un nombre.

Hogar.

O quizá, mejor dicho, mi tierra.

Alemania no apareció en mi vida por casualidad. Después de estudiar Derecho con parte de Administración de Empresas en España (ICADE, E1), hice el servicio militar para universitarios (IMEC/SEFOCUMA). Fue una etapa apasionante. Mirándolo con perspectiva, probablemente aprendí allí más sobre dirección -o liderazgo, como se dice ahora- que en muchos cursos de formación posteriores. El ejército, sin embargo, no parecía ser en ese momento mi lugar ideal de trabajo. Las misiones de paz me atraían; la burocracia y la estricta estructura de mando, algo menos. Además, encontrar trabajo a comienzos de los años noventa no era precisamente sencillo. Por lo que comprendí que tocaba ampliar mis horizontes y probar suerte en otro lugar. Lo que tampoco es que me molestase mundo -en el fondo vi ahí mi oportunidad, si debo ser sincero. Sin saber por qué ver mundo lo llevo dentro desde niño, debe estar en mi código genético. Como la idea de implementar justicia. Pero eso es otro tema, que ya me voy por los Cerros de Úbeda.

Así llegué a Alemania.

No por miedo. No por desesperación.

Sobre todo, por esperanza. Y por aventura. Lo confieso. Y por ver más del mundo

Quería construir algo, descubrir un lugar nuevo y averiguar hasta dónde podía llegar.

Jamás habría imaginado que aquella decisión acabaría por prolongarse casi tres décadas.

Hoy mis raíces profesionales están aquí. Aquí me doctoré. Aquí estudié Economía Social y también Psicología. Aquí he trabajado como perito judicial, abogado del menor, mediador; he investigado, he dado clases en la universidad y he formado una familia.

Alemania me ha dado muchísimo. Me apoyó en los días difíciles.

Mi hija, sin embargo, comentó mi nacionalización alemana con esa sinceridad tan propia de los niños.

—Papá, un alemán de verdad tampoco eres. Solo lo eres sobre el papel.

Parece que esas cosas ya se aprenden en la escuela primaria 😊

Lo curioso es que ella elige a sus amigas únicamente porque le caen bien. Todo lo demás le resulta completamente indiferente. Y así debería ser siempre.

No pude evitar sonreír. Porque, en el fondo, tampoco le faltaba razón.

Alemania se ha convertido para mí en un hogar. O, mejor dicho, en mi segundo hogar.

Si quisiéramos expresarlo con terminología del Derecho de familia, probablemente diríamos que es mi segundo centro de vida.

Me gusta el idioma alemán.

Me gusta el frío… casi siempre. Porque, cuando nieva demasiado o el hielo cubre las calles, resulta bastante más complicado ir en bicicleta. Y precisamente eso es otra de las cosas que me gustan de Alemania: su magnífica red de carriles bici.

Me encantan los panecillos. Aunque, si soy sincero, probablemente todavía más los pasteles.

Y aprecio una forma de entender la convivencia según la cual cada persona puede vivir su vida libremente, siempre que respete la libertad y los derechos de los demás.

Esa manera de pensar siempre ha encajado conmigo.

Y hay otra cosa que me gusta y en la que a lo mejor poco se repara: los carteles amarillos que anuncian la entrada a los pueblos y ciudades. Todavía hoy.

Durante unas prácticas que hice en Francia, en los años noventa, me di cuenta de que cada vez que cruzaba la frontera y aparecían aquellos carteles amarillos sentía una pequeña alegría.

Parece una tontería. Pero para mí significaban una sola cosa:

«Ya estás de nuevo en Alemania.»

Un pequeño pedazo de hogar.

A veces el sentimiento de pertenencia comienza con detalles sorprendentemente sencillos.

Y, sin embargo, sigue siendo distinto de lo que siento en España.

Porque allí están mis raíces.

Allí crecí.

No necesito buscar el idioma; simplemente sale de forma natural.

Hay gestos que se entienden sin necesidad de explicarlos.

Allí viven mis padres, ahora sólo mi madre, mis hermanos, mis primos y tantas personas con las que comparto recuerdos.

Quizá esa sea la diferencia.

Un hogar puede encontrarse.

Las raíces crecen.

Y muchas de ellas empiezan a hacerlo durante la infancia.

Cuanto mayor me hago, más convencido estoy de que el hogar no es tanto un lugar como un sentimiento.

Un sentimiento sobre el que solo tenemos un control limitado. Como el gusto. Como enamorarse.

Uno puede decidir dónde vivir. Puede integrarse. Hacer amigos. Asumir responsabilidades. Identificarse con un país.

Pero que un lugar llegue realmente a sentirse como hogar parece depender de una parte mucho más profunda de nosotros mismos.

Curiosamente, el alemán posee una palabra para la que el español no ofrece un equivalente exacto. Heimat.

Mi tierra probablemente sea la expresión que más se aproxima.

Hogar habla más bien de la casa, del espacio donde vivimos.

Pero Heimat parece abarcar algo más amplio. Reúne lugares, personas, recuerdos y emociones en un único concepto que resulta casi imposible definir con precisión. Como la sensación de hogar, este definido ampliamente. Mi tierra.

Tal vez por eso sea una palabra tan hermosa, como yo la veo.

Mis hijos viven todo esto de una manera completamente distinta.

Para ellos, Alemania y España forman parte de una misma realidad.

Nunca tendrán que elegir.

Y espero de corazón que jamás se vean obligados a hacerlo.

Que un día se sientan más alemanes, más españoles o simplemente lo que quieran carece por completo de importancia para mí.

Como padre, nunca he pensado que mi tarea consistiera en decirles dónde pertenecen.

Mi única responsabilidad era mantener abiertas las dos puertas.

Los dos idiomas.

Las dos culturas.

Las dos lugares.

El camino que recorran a partir de ahí será únicamente suyo.

Soy migrante.

Estadísticamente hablando, soy una persona con antecedentes migratorios. Mis hijos también lo son. Por definición. Si algún día deciden quedarse en Alemania, sus propios hijos ya no lo serán, al menos según tal definición. Pero las definiciones cambian. Como cambia todo. La vida está en constante evolución.

Migrante.

Hoy esa palabra despierta sentimientos muy distintos según quién la pronuncie. Para mí, sin embargo, describe algo muy sencillo: dejé mi tierra porque esperaba encontrar un futuro mejor en otro lugar. O porque me lo pedía el cuerpo.

Y tuve mucha suerte.

Pude trasladarme libremente dentro de la Unión Europea. No tuve que renunciar a mi nacionalidad al recibir la alemana. Nadie puso nunca en duda mi identidad. En casi treinta años viviendo en Alemania apenas he sentido que me trataran de forma diferente por mi origen; al menos, no de manera consciente.

Y eso también es un privilegio.

Muchas de las personas que hoy llegan a Alemania no disponen de esas mismas oportunidades. Algunas abandonan su país por decisión propia; muchas otras no tienen realmente elección. El trabajo, la guerra, la persecución política, la pobreza, la enfermedad o quizá, algún día, el cambio climático… los motivos son tan diversos como las personas mismas.

Pero las preguntas suelen ser las mismas.

¿Me aceptarán?

¿Encontraré amigos? ¿Trabajo? ¿Podré mantener a mi familia? ¿Ayudar a mi familia de origen?

¿Llegaré algún día a sentir este lugar como mi hogar? ¿Me sentiré seguro aquí?

¿Y qué ocurrirá con esa parte de mí que tuve que dejar atrás?

Probablemente esas preguntas acompañan al ser humano desde hace miles de años. La migración es, seguramente, mucho más normal de lo que a veces imaginamos. También nuestros países cuentan esa misma historia.

Alemania, como Estado nacional, no existe desde hace tanto tiempo. España, algo más. Pero ambos países son el resultado de encuentros, desplazamientos, mezclas culturales y personas que, en algún momento de sus vidas, comenzaron de nuevo en otro lugar.

Como los idiomas, todos una mezcla de influencias. Incluso nuestros nombres cuentan historias parecidas.

Mi nombre, Jorge, tiene raíces griegas. Pero mis apellidos, Guerra y González, tienen un origen lingüístico germánico. ¿Quién lo habría imaginado? Nomen est omen 😊

Cuando uno observa con un poco más de atención, el mundo de repente parece mucho más pequeño.

En mi trabajo como jurista especializado en Derecho de familia y como psicólogo, encuentro esa diversidad prácticamente cada día. Familias con idiomas, religiones, culturas y trayectorias muy diferentes. A veces se habla de ellas como si fueran esencialmente distintas.

Pero no lo son.

Se enamoran. Forman familias. Tienen hijos. Discuten. Se reconcilian. A veces se separan.Y, en ocasiones, acaban ante un juez.

Exactamente igual que cualquier otra familia.

Cuantos más años pasan, más difícil me resulta pensar en categorías.

«Los alemanes.» «Los españoles.» «Los inmigrantes.» «Los extranjeros.»

¿Quiénes son realmente?

Cada persona lleva consigo su propia historia.

Sus esperanzas. Sus miedos.Sus experiencias.

Y, al final, casi todos queremos exactamente lo mismo.

Amar. Sentirnos amados.

Que nuestros hijos estén sanos.

Tener amigos.

Un poco de seguridad.

Un lugar al que siempre queramos regresar.

Quizá todo eso sea mucho más importante que aquello que nos diferencia.

A veces tengo la impresión de que nuestro verdadero problema no es lo desconocido, sino el miedo. El miedo agranda las diferencias. Nos vuelve desconfiados, recelosos y, en ocasiones, incluso hostiles.

Sin embargo, a lo largo de mi vida profesional he comprobado muchas veces que detrás de un comportamiento que hiere rara vez hay fortaleza. Mucho más a menudo hay inseguridad. Y, no pocas veces, una infancia en la que faltaron el cariño, la protección o la estabilidad.

Quizá por eso la humanidad, el trato humano, no comienza en los grandes debates políticos.

Quizá comienza mucho antes.

En la vida cotidiana.

En el interés sincero por el otro.

En saber escuchar.

En una sonrisa.

O, sencillamente, en mirar primero a la persona que tenemos delante como lo que realmente es:

un ser humano.

España siempre será mi tierra.

Alemania siempre será mi segundo hogar.

Y una cosa no excluye la otra.

Quizá esa sea precisamente la parte más hermosa de toda esta historia.

Mi corazón nunca tuvo que elegir.

Simplemente aprendió que tenía espacio suficiente para ambos.

Y quizá ahí resida el verdadero significado del hogar.

No en que solo podamos sentirnos en casa en un único lugar.

Sino en que, si la vida nos sonríe, podamos llegar a encontrar más de uno.

España es campeona del mundo.

Y eso es maravilloso.

De verdad me alegré.

Pero, si soy sincero, ¿qué tiene realmente que ver ese título conmigo?

¿Me convierte en una persona mejor?

¿He ganado personalmente algo?

¿O habría perdido algo si España no hubiera llegado a o ganado la final?

La verdad es que no.

El fútbol tiene la capacidad de unir.

De emocionarnos.

De hacernos sentir, durante un rato, parte de una misma comunidad.

Pero nunca debería alimentar la soberbia ni el sentimiento de superioridad.

Y mucho menos el desprecio hacia quienes celebran bajo otra bandera.

Quizá sería aún más bonito que todos intentáramos convertirnos en campeones del mundo de otra cosa.

Campeones del mundo en cordialidad.

Campeones del mundo en humanidad.

Campeones del mundo en tratar a los demás con respeto, aunque piensen distinto, tengan otro aspecto o hayan nacido en otro lugar.

Lo sé.

Puede sonar casi ingenuo.

Y quizá precisamente por eso sea una idea que merece la pena tomarse en serio.

Porque ¿cuántos conflictos podríamos evitar?

¿Cuánto sufrimiento?

¿Cuántas guerras, separaciones, heridas y soledades?

Tal vez ningún campeonato del mundo cambie realmente el mundo.

Pero cada uno de nosotros sí puede hacerlo.

Un poco.

Cada día.

Y quizá sea ahí donde comienza de verdad nuestro hogar, nuestra tierra.

No solo en el lugar del que venimos.

Sino también en la manera en que decidimos tratar a los demás.

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Français

La patrie du cœur

L’Espagne est championne du monde.

Après les femmes, ce sont maintenant les hommes qui remportent le titre.

J’y étais. Au milieu de la foule. Des millions de personnes dans les rues. Des drapeaux partout. Des inconnus qui s’embrassent. Cette sensation indescriptible que, pendant une soirée, tout le monde parle la même langue : celle de la joie. Malheureusement, cela n’a plus rien d’une évidence aujourd’hui.

Et oui, je l’avoue : j’étais heureux.

Vraiment heureux.

Presque comme autrefois.

C’était un sentiment étrange. Voilà bientôt trente ans que je vis en Allemagne. J’y travaille. Ma famille y vit. Mes enfants y grandissent. Je suis même devenu citoyen allemand. Et pourtant, chaque but marqué par l’Espagne réveille encore en moi quelque chose qu’il est difficile d’expliquer de manière rationnelle.

Ce sentiment porte probablement un nom.

La patrie.

Ou peut-être plus simplement : ma terre.

Je ne suis pas arrivé en Allemagne par hasard. Après mes études de droit et une formation particulière en gestion d’entreprise en Espagne, j’ai d’abord effectué le service militaire réservé aux diplômés universitaires. Ce fut une période passionnante. Avec le recul, j’y ai probablement appris davantage sur le leadership que dans bien des formations suivies par la suite. En revanche, l’institution militaire elle-même n’a jamais vraiment été mon univers. Les missions de maintien de la paix m’auraient attiré ; beaucoup moins la rigidité, la bureaucratie et certaines structures particulièrement fermées. À cette époque, trouver un emploi en Espagne, au début des années 1990, n’était pas chose facile. Un jour, j’ai compris que je voulais élargir mon horizon et tenter ma chance ailleurs.

C’est ainsi que je suis arrivé en Allemagne.

Non par peur.

Non par désespoir.

Mais avant tout par espoir.

Je voulais construire quelque chose, découvrir un autre monde et voir jusqu’où je pouvais aller.

Je n’aurais jamais imaginé que cette aventure durerait près de trente ans.

Aujourd’hui, mes racines professionnelles sont ici. C’est ici que j’ai obtenu mon doctorat. C’est ici que j’ai étudié l’économie sociale et la psychologie. C’est ici que j’ai travaillé comme expert judiciaire, mené des recherches, enseigné à l’université et fondé une famille.

L’Allemagne m’a énormément apporté.

Ma fille, elle, a commenté ma naturalisation à sa manière.

— Papa, tu n’es quand même pas un vrai Allemand. Seulement sur le papier.

Apparemment, ce genre de choses s’apprend déjà à l’école primaire.

Ce qui est amusant, c’est qu’elle choisit ses amies uniquement parce qu’elle les apprécie. Le reste ne semble avoir aucune importance à ses yeux.

Et c’est très bien ainsi.

Je n’ai pas pu m’empêcher de sourire.

Parce qu’au fond, elle n’avait pas complètement tort.

L’Allemagne est devenue pour moi une patrie d’adoption.

Ou, pour être plus précis, une terre choisie.

Si nous voulions employer le vocabulaire du droit de la famille, nous pourrions dire qu’il s’agit de mon second centre de vie.

J’aime la langue allemande.

J’aime le froid… la plupart du temps. Bon, lorsqu’il neige trop ou que les routes sont verglacées, il devient plus difficile de se déplacer à vélo. Et justement, j’aime énormément les nombreuses pistes cyclables que l’on trouve en Allemagne.

J’aime les petits pains.

Même si, pour être honnête, j’aime probablement encore davantage les gâteaux.

Et j’apprécie une manière de vivre qui consiste à laisser chacun construire sa propre vie, à condition de respecter la liberté et les droits des autres.

Cette façon de penser m’a toujours correspondu.

Et il y a encore quelque chose que j’aime, auquel presque personne ne prête attention :

les panneaux jaunes qui annoncent les villes et les villages.

Encore aujourd’hui.

Lorsque je faisais un stage en France dans les années quatre-vingt-dix, je me suis rendu compte que chaque fois que je franchissais la frontière et que je voyais apparaître ces panneaux jaunes, je ressentais une petite joie.

Cela peut paraître étrange.

Mais, pour moi, ils signifiaient une seule chose :

« Tu es de retour en Allemagne. »

Un petit morceau de chez moi.

Le sentiment d’appartenir quelque part commence parfois par des détails étonnamment simples.

Et pourtant, ce n’est pas le même sentiment qu’en Espagne.

Là-bas sont mes racines.

C’est là que j’ai grandi.

Je n’ai pas besoin de chercher la langue ; elle vient naturellement.

Il y a des gestes que l’on comprend sans qu’il soit nécessaire de les expliquer.

Mes parents, mes frères et sœurs, mes cousins, ainsi que tant de personnes avec lesquelles je partage des souvenirs, vivent là-bas.

C’est peut-être là toute la différence.

Un chez-soi, on peut le trouver.

Les racines, elles, poussent.

Et beaucoup commencent à grandir dès l’enfance.

Plus les années passent, plus je suis convaincu que la patrie est moins un lieu qu’un sentiment.

Un sentiment sur lequel nous n’avons qu’une influence limitée.

Nous pouvons choisir où vivre.

Nous pouvons nous intégrer.

Nous faire des amis.

Prendre des responsabilités.

Nous identifier à un pays.

Mais le fait qu’un endroit finisse réellement par devenir notre patrie semble dépendre d’une partie beaucoup plus profonde de nous-mêmes.

Fait intéressant, le français ne possède pas non plus d’équivalent parfait du mot allemand Heimat.

Ma terre s’en rapproche sans doute le plus.

Le foyer évoque davantage la maison, les quatre murs dans lesquels on vit.

Mais Heimat va plus loin.

Ce mot réunit les lieux, les personnes, les souvenirs et les émotions en une seule idée qu’il est presque impossible de définir précisément.

C’est peut-être justement pour cela qu’il est si beau.

Mes enfants vivent tout cela d’une manière complètement différente.

Pour eux, l’Allemagne et l’Espagne vont tout simplement ensemble.

Ils n’auront jamais à choisir.

Et j’espère de tout cœur qu’ils n’y seront jamais contraints.

Qu’ils se sentent plus tard davantage allemands, espagnols ou simplement européens m’importe finalement assez peu.

En tant que père, je n’ai jamais considéré que mon rôle était de leur dire où était leur place.

Ma seule responsabilité consistait à leur laisser les deux portes ouvertes.

Les deux langues.

Les deux cultures.

Les deux familles.

Le chemin qu’ils choisiront d’emprunter leur appartiendra entièrement.

Je suis un migrant.

Statistiquement parlant, je suis une personne issue de l’immigration. Mes enfants le sont également. Si, un jour, ils décident de rester vivre en Allemagne, leurs propres enfants ne le seront probablement plus, du moins selon la définition actuelle. Mais les définitions évoluent. Comme tout le reste. Rien n’est immuable.

Migrant.

Aujourd’hui, ce mot suscite des réactions très différentes selon les personnes. Pour moi, il décrit simplement une réalité : j’ai quitté ma terre parce que j’espérais trouver un avenir meilleur ailleurs.

Et j’ai eu beaucoup de chance.

J’ai pu m’installer librement dans un autre pays de l’Union européenne. Je n’ai pas dû renoncer à ma nationalité. Mon identité n’a jamais été remise en question. En près de trente ans passés en Allemagne, je n’ai pratiquement jamais eu le sentiment d’être mal traité en raison de mes origines. En tout cas, jamais de manière consciente.

C’est aussi un privilège.

Beaucoup de celles et ceux qui arrivent aujourd’hui en Allemagne n’ont pas cette chance. Certains quittent leur pays par choix, beaucoup d’autres n’ont pas vraiment le choix. Le travail, la guerre, les persécutions politiques, la pauvreté, la maladie, et peut-être demain le changement climatique… Les raisons sont aussi diverses que les êtres humains eux-mêmes.

Mais les questions restent souvent les mêmes.

Serai-je accepté ?

Trouverai-je des amis ? Un travail ? Pourrai-je faire vivre ma famille ?

Cet endroit finira-t-il par devenir mon chez-moi ? M’y sentirai-je en sécurité ?

Et que deviendra cette partie de moi que j’ai dû laisser derrière ?

Ces questions accompagnent probablement l’humanité depuis des milliers d’années. La migration est sans doute beaucoup plus normale que nous ne l’imaginons parfois. Nos pays eux-mêmes racontent cette histoire.

L’Allemagne, en tant qu’État-nation, n’existe finalement que depuis relativement peu de temps. L’Espagne un peu plus longtemps. Pourtant, tous deux sont le fruit de rencontres, de déplacements, de métissages et de femmes et d’hommes qui, un jour, ont recommencé leur vie ailleurs.

Même nos noms racontent ce genre d’histoire.

Mon prénom, Jorge, trouve ses racines dans le grec ancien. Quant à mes noms de famille, Guerra et González, ils sont, d’un point de vue linguistique, d’origine germanique.

Qui l’aurait imaginé ?

Lorsqu’on regarde les choses d’un peu plus près, le monde paraît soudain beaucoup plus petit.

Dans mon travail de juriste en droit de la famille et de psychologue, je rencontre cette diversité presque chaque jour. Des familles de langues, de religions, de cultures et de parcours différents. Il arrive qu’on parle d’elles comme si elles étaient fondamentalement différentes.

Elles ne le sont pas.

Elles tombent amoureuses.

Elles fondent une famille.

Elles ont des enfants.

Elles se disputent.

Elles se réconcilient.

Parfois, elles se séparent.

Et parfois, elles se retrouvent devant un tribunal.

Exactement comme toutes les autres.

Plus les années passent, plus il m’est difficile de raisonner en catégories.

« Les Allemands. »

« Les Espagnols. »

« Les migrants. »

« Les étrangers. »

Mais qui sont-ils vraiment ?

Chaque être humain porte avec lui sa propre histoire.

Ses espoirs.

Ses peurs.

Ses expériences.

Et, au fond, nous recherchons presque tous les mêmes choses.

Aimer.

Être aimé.

Voir nos enfants grandir en bonne santé.

Avoir des amis.

Un peu de sécurité.

Un endroit où l’on est heureux de revenir.

Peut-être que tout cela est infiniment plus important que ce qui nous différencie.

J’ai parfois le sentiment que notre véritable problème n’est pas l’étranger, mais la peur. La peur agrandit les différences. Elle nous rend méfiants, parfois hostiles.

Pourtant, dans ma vie professionnelle, j’ai souvent constaté que derrière les comportements qui blessent ne se cache que rarement la force. Bien plus souvent, il s’agit d’insécurité. Et, assez fréquemment, d’une enfance où l’amour, la tendresse ou la stabilité ont fait défaut.

C’est peut-être pour cela que l’humanité ne commence pas dans les grands débats politiques.

Elle commence beaucoup plus tôt.

Dans la vie de tous les jours.

Par un intérêt sincère.

Par une écoute attentive.

Par un sourire.

Ou tout simplement en regardant la personne qui se tient devant nous avant tout comme un être humain.

L’Espagne restera toujours ma terre.

L’Allemagne restera toujours ma patrie d’adoption.

Ces deux réalités ne s’opposent pas.

C’est peut-être même ce qu’il y a de plus beau.

Mon cœur n’a jamais eu besoin de choisir.

Il a simplement appris qu’il était assez grand pour accueillir les deux.

Et c’est peut-être cela, au fond, le véritable sens de la patrie.

Non pas qu’il ne puisse exister qu’un seul endroit où l’on se sente chez soi.

Mais que la vie nous offre parfois le bonheur d’en trouver plusieurs.

L’Espagne est championne du monde.

Et c’est magnifique.

J’en ai été sincèrement heureux.

Mais, si je suis honnête, qu’est-ce que ce titre change réellement pour moi ?

Suis-je devenu un homme meilleur ?

Ai-je personnellement gagné quelque chose ?

Ou aurais-je perdu quelque chose si l’Espagne n’avait pas atteint la finale ?

En réalité, non.

Le football a cette merveilleuse capacité de rassembler.

De nous faire vibrer.

De nous donner, le temps d’une soirée, le sentiment d’appartenir à une même communauté.

Mais il ne devrait jamais nourrir l’arrogance ni le sentiment de supériorité.

Pas davantage le mépris envers celles et ceux qui agitent un autre drapeau.

Et si nous essayions plutôt de devenir champions du monde dans un tout autre domaine ?

Champions du monde de la bienveillance.

Champions du monde de l’humanité.

Champions du monde du respect envers les autres, même lorsqu’ils pensent différemment, qu’ils ont une autre apparence ou qu’ils sont nés ailleurs.

Je le sais.

Cela peut paraître un peu naïf.

Et c’est peut-être justement pour cette raison que cette idée mérite d’être prise au sérieux.

Car combien de conflits pourrions-nous éviter ?

Combien de souffrances ?

Combien de guerres, de séparations, de blessures et de solitudes ?

Aucun titre de champion du monde ne changera probablement le monde.

En revanche, chacun de nous le peut.

Un peu.

Chaque jour.

Et peut-être est-ce précisément là que commence la véritable patrie.

Non seulement dans le lieu d’où nous venons.

Mais aussi dans la manière dont nous choisissons de nous rencontrer et de nous traiter les uns les autres.

Spanien ist Weltmeister. Nach den Fußball-Frauen, nun auch die Fußball-Männer.

Ich war dort. Mitten unter den Menschen. Millionen feierten auf den Straßen. Fahnen überall, Umarmungen mit völlig Fremden, dieses unbeschreibliche Gefühl, dass für einen Abend alle dieselbe Sprache sprechen – die Sprache der Freude. Das ist leider sonst nicht mehr so selbstverständlich geworden

Und ja, ich gebe es zu: Ich habe mich gefreut. So richtig.

Fast so wie damals.

Das war ein merkwürdiger Moment. Denn seit fast dreißig Jahren lebe ich in Deutschland. Ich arbeite hier, meine Familie, meine Kinder wachsen hier auf, ich bin inzwischen sogar deutscher Staatsbürger. Trotzdem löst ein Tor Spaniens noch immer etwas in mir aus, das sich rational kaum erklären lässt.

Wahrscheinlich heißt dieses Gefühl einfach Heimat.

Dabei habe ich Deutschland nicht zufällig gefunden. Nach meinem Jurastudium und einem einem Sonder- BWL-Studium folgte in Spanien zunächst der Militärdienst für Akademiker. Es war eine spannende Zeit. Rückblickend habe ich dort wahrscheinlich mehr über Führung gelernt als in mancher späteren Fortbildung. Das Militär selbst war allerdings nie wirklich meine Welt. Friedensmissionen hätten mich gereizt, die Einseitigkeit, die oft sehr starren Strukturen weniger. Gleichzeitig war die Jobsuche Anfang der neunziger Jahre alles andere als einfach. Irgendwann stand für mich fest: Ich wollte meinen Horizont erweitern und mein Glück woanders versuchen.

So kam ich nach Deutschland.

Nicht aus Angst. Nicht aus Verzweiflung. Sondern vor allem aus Hoffnung. Ich wollte etwas aufbauen, Neues kennenlernen und herausfinden, was möglich ist.

Dass daraus einmal drei Jahrzehnte werden würden, hätte ich damals wohl selbst nicht geglaubt.

Heute liegen meine beruflichen Wurzeln hier. Hier habe ich promoviert, Sozial-Ökonomie und Psychologie studiert, als Sachverständiger gearbeitet, geforscht, an der Uni gelehrt und meine Familie gegründet. Deutschland hat mir unglaublich viel gegeben.

Meine Tochter kommentierte meine Einbürgerung allerdings auf ihre ganz eigene Weise.

„Na Papa, ein richtiger Deutscher bist du trotzdem nicht. Nur auf dem Papier.“

So etwas lernt man offenbar schon in der Grundschule. Dabei wählt sie ihre Freundinnen nach eigenen persönlichen Sympathien. Andere Aspekte spielen bei ihr offenbar keine Rolle. wie es sein sollte.

Und ich musste schmunzeln. Ganz unrecht hatte sie nicht.

Deutschland ist für mich Heimat geworden. Oder vielleicht genauer: Wahlheimat. Wenn wir es familienrechtlich ausdrücken wollten, wäre es wohl mein zweiter Lebensmittelpunkt.

Ich mag die deutsche Sprache. Ich mag die Kälte – meistens jedenfalls. Mit zu viel Schnee, mit Eis… kann man schwerer Radfahren. Also die vielen Radwege mag ich sehr. Ich mag Brötchen. Gut, die Kuchen vielleicht sogar noch mehr. Ich schätze diese Haltung, dass jeder sein Leben gestalten darf, solange er die Freiheit und die Rechte der anderen respektiert. Das passt zu mir.

Und ich mag etwas, worüber vermutlich kaum jemand nachdenkt: die gelben Ortsschilder.

Bis heute.

Schon während eines Praktikums in Frankreich in den neunziger Jahren fiel mir auf, dass ich mich jedes Mal freute, wenn hinter der Grenze die ersten gelben Schilder auftauchten. Verrückt eigentlich. Aber sie bedeuteten für mich: Jetzt bist du wieder in Deutschland.

Ein kleines Stück Zuhause.

Heimat beginnt manchmal erstaunlich unspektakulär.

Und trotzdem fühlt es sich anders an als in Spanien.

Dort liegen meine Wurzeln. Dort bin ich aufgewachsen. Die Sprache muss ich nicht suchen, sie fließt einfach. Viele Gesten versteht man, ohne darüber nachzudenken. Dort leben meine Eltern, meine Geschwister, Cousins und viele Menschen, mit denen ich Erinnerungen teile.

Vielleicht ist genau das der Unterschied.

Ein Zuhause kann man finden.

Wurzeln wachsen.

Und manche wachsen eben schon in der Kindheit.

Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass Heimat weniger ein Ort als ein Gefühl ist. Ein Gefühl, das sich nur begrenzt beeinflussen lässt. Man kann sich entscheiden, irgendwo zu leben. Man kann sich integrieren, Freunde finden, Verantwortung übernehmen und sich mit einem Land identifizieren. Aber ob sich ein Ort irgendwann wirklich nach Heimat anfühlt, entscheidet offenbar ein anderer Teil in uns.

Im Spanischen gibt es dafür übrigens gar kein richtiges Wort.

Mi tierra – mein Land – kommt dem vielleicht am nächsten. Hogar beschreibt eher das Zuhause, die eigenen vier Wände. Das deutsche Wort Heimat ist irgendwie größer. Es verbindet Orte, Menschen, Erinnerungen und Gefühle zu etwas, das sich kaum in einem Satz erklären lässt.

Vielleicht gerade deshalb ist es so schön.

Meine Kinder erleben das ganz anders.

Für sie gehören Deutschland und Spanien einfach zusammen. Sie müssen sich nicht entscheiden, und das sollen sie auch nie. Ob sie sich später eher als Deutsche, als Spanier oder als Europäer fühlen, spielt für mich überhaupt keine Rolle.

Meine Aufgabe als Vater war nie, ihnen zu sagen, wohin sie gehören.

Meine Aufgabe war nur, ihnen beide Türen offen zu halten.

Beide Sprachen.

Beide Kulturen.

Beide Familien.

Den Weg gehen müssen sie irgendwann selbst.

Ich bin Migrant. Statistisch gesehen, ein Mensch mit Migrationshintergrund. So meine Kinder auch. Ihre Kinder dann nicht mehr, sollten sie in Deutschland bleiben wollen – nach heutiger Definition. Aber Definitionen können sich ändern. So wie alles. Alles unterliegt dem Wandel.

Migrant. Dieses Wort wird heute oft sehr unterschiedlich verstanden. Für mich beschreibt es zunächst einmal etwas ganz Einfaches: Ich habe meine Heimat verlassen, weil ich mir anderswo eine bessere Zukunft erhofft habe.

Dabei hatte ich großes Glück.

Ich durfte innerhalb der Europäischen Union umziehen. Ich musste meine Staatsangehörigkeit nicht aufgeben. Meine Identität stand nie zur Diskussion. In fast dreißig Jahren habe ich persönlich kaum erlebt, wegen meiner Herkunft schlecht behandelt zu werden – jedenfalls nicht bewusst.

Auch das ist ein Privileg.

Viele Menschen, die heute nach Deutschland kommen, haben diese Möglichkeiten nicht. Manche verlassen ihre Heimat freiwillig, viele aber auch nicht. Arbeit, Krieg, politische Verfolgung, wirtschaftliche Not, Krankheit oder vielleicht auch der Klimawandel – die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Aber die Fragen sind oft dieselben.

Werde ich dort akzeptiert?

Finde ich Freunde? Arbeit? Werde ich meine Familie ernähren können?

Wird das irgendwann mein Zuhause? Werde ich mich da sicher fühlen?

Und was passiert mit dem Teil von mir, den ich zurücklassen musste?

Vielleicht beschäftigen diese Fragen Menschen schon seit Tausenden von Jahren. Migration ist vermutlich viel normaler, als wir manchmal glauben. Auch unsere Länder erzählen genau diese Geschichte.

Deutschland gibt es als Nationalstaat noch gar nicht so lange. Spanien etwas länger. Beide sind dennoch aus Begegnungen entstanden, aus Wanderungen, aus Vermischung, aus Menschen, die irgendwann irgendwo neu angefangen haben.

Sogar Namen erzählen solche Geschichten.

Mein Vorname Jorge hat griechische Wurzeln. Meine Nachnamen Guerra und González gehen sprachgeschichtlich auf germanische Ursprünge zurück.

Wer hätte das gedacht?

Wenn man etwas genauer hinschaut, wird die Welt plötzlich viel kleiner.

In meiner Arbeit als Familienrechtler und Psychologe begegnet mir diese Vielfalt beinahe täglich. Familien mit unterschiedlichen Sprachen, Religionen, Kulturen und Biografien. Manchmal wird so getan, als seien sie grundsätzlich anders.

Sind sie aber nicht.

Sie verlieben sich.

Sie gründen Familien.

Sie bekommen Kinder.

Sie streiten.

Sie versöhnen sich.

Manchmal trennen sie sich.

Und manchmal landen sie vor Gericht.

Genau wie alle anderen auch.

Je länger ich lebe, desto schwerer fällt es mir deshalb, in Kategorien zu denken. „Die Deutschen“. „Die Spanier“. „Die Migranten“. „Die Ausländer“.

Wer soll das eigentlich sein?

Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Seine Hoffnungen. Seine Ängste. Seine Erfahrungen.

Und am Ende wollen wir doch fast alle dasselbe.

Lieben.

Geliebt werden.

Gesunde Kinder.

Freunde.

Ein bisschen Sicherheit.

Einen Ort, an den wir gerne zurückkehren.

Vielleicht ist das viel wichtiger als alles, was uns trennt.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass nicht Fremdheit unser größtes Problem ist, sondern Angst. Angst macht Unterschiede größer, als sie sind. Sie lässt uns vorsichtig werden, manchmal misstrauisch, manchmal sogar feindselig.

Dabei habe ich beruflich oft erlebt, dass hinter verletzendem Verhalten nicht Stärke steckt, sondern Unsicherheit. Nicht selten eine Kindheit, in der Liebe, Geborgenheit oder Verlässlichkeit gefehlt haben.

Vielleicht beginnt Menschlichkeit deshalb gar nicht bei großen politischen Debatten.

Vielleicht beginnt sie viel früher.

Im Alltag.

Mit echtem Interesse.

Mit einem offenen Ohr.

Mit einem Lächeln.

Oder einfach damit, den Menschen vor uns zunächst einmal als Menschen zu sehen.

Spanien wird immer meine Heimat bleiben.

Deutschland wird immer meine Wahlheimat sein.

Beides schließt sich nicht aus.

Vielleicht ist das sogar das Schönste daran.

Mein Herz musste sich nie entscheiden. Es hat einfach gelernt, Platz für beides zu haben.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Bedeutung von Heimat.

Nicht, dass wir nur einen Ort haben dürfen, an dem wir uns zu Hause fühlen.

Sondern dass wir das Glück haben, manchmal mehr als einen zu finden.

Spanien ist Weltmeister.

Schön.

Ich habe mich gefreut. Wirklich.

Aber wenn ich ehrlich bin: Was hat dieser Titel eigentlich mit mir zu tun?

Bin ich dadurch ein besserer Mensch geworden? Habe ich persönlich etwas gewonnen? Oder verloren, wenn Spanien das Finale nicht erreicht hätte?

Eigentlich nicht.

Fußball darf verbinden. Er darf begeistern. Er darf uns für einen Abend das Gefühl geben, zu einer großen Gemeinschaft zu gehören. Aber er sollte weder Hochmut noch Überheblichkeit hervorbringen. Und genauso wenig Streit oder Verachtung gegenüber denen, die eine andere Fahne schwenken.

Vielleicht wäre es ohnehin schöner, wenn wir alle versuchen würden, Weltmeister in etwas anderem zu werden.

Weltmeister in Herzlichkeit.

Weltmeister in Menschlichkeit.

Weltmeister darin, anderen mit Respekt zu begegnen, auch wenn sie anders denken, anders aussehen oder woanders geboren wurden.

Ich weiß, das klingt fast naiv.

Und vielleicht ist es gerade deshalb eine Idee, die es wert ist, ernst genommen zu werden.

Denn wie viele Konflikte könnten wir verhindern? Wie viel Leid? Wie viele Kriege, Trennungen, Verletzungen und Einsamkeit?

Vielleicht verändert kein Weltmeistertitel die Welt.

Aber jeder einzelne Mensch kann es.

Ein kleines bisschen.

Jeden Tag.

Und vielleicht beginnt Heimat genau dort: Nicht nur an dem Ort, aus dem wir kommen. Sondern in der Art, wie wir miteinander umgehen.

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English:

Home

Spain is World Champion.

After the women’s national team, now the men’s team as well.

I was there. Right in the middle of it all. Millions of people celebrating in the streets. Flags everywhere. Complete strangers embracing each other. That indescribable feeling that, for one evening, everyone was speaking the same language – the language of joy. Sadly, that no longer seems as natural as it once did.

And yes, I admit it: I was genuinely happy.

Almost as happy as I was back then.

It was a strange moment. After all, I have been living in Germany for almost thirty years. I work here. My family is here. My children are growing up here. I have even become a German citizen. And yet, every goal scored by Spain still stirs something inside me that is difficult to explain rationally.

That feeling is probably what we call home.

I did not end up in Germany by chance. After studying Law and completing a special programme in Business Administration in Spain, I first completed my military service for university graduates. It was an exciting period of my life. Looking back, I probably learned more about leadership there than in many courses I attended later. The military itself, however, was never really my world. Peacekeeping missions would have appealed to me; rigid hierarchies and one-sided structures much less. At the same time, finding a job in the early 1990s was anything but easy. Eventually I realised that I wanted to broaden my horizons and try my luck somewhere else.

That is how I came to Germany.

Not out of fear. Not out of despair. Above all, out of hope. I wanted to build something, discover new perspectives and find out what was possible.

Back then, I could never have imagined that this journey would turn into three decades.

Today my professional roots are here. Here I earned my doctorate. Here I studied Social Economics and Psychology. Here I worked as a court expert, carried out research, taught at university and founded my family. Germany has given me an incredible amount.

My daughter, however, had her own way of commenting on my naturalisation.

„Well, Dad, you’re still not a real German. Only on paper.“

Apparently, children learn things like that in primary school. Interestingly enough, she chooses her friends according to her own sympathies and personalities. Everything else seems completely irrelevant to her—as it should be.

I had to smile.

She wasn’t entirely wrong.

Germany has become my home. Or perhaps, more accurately, my chosen home. If we wanted to express it in the language of family law, it would probably be my second habitual residence.

I love the German language. I like the cold—most of the time, at least. Too much snow and ice make cycling a bit more difficult, though, and I have grown very fond of Germany’s extensive network of cycle paths. I like bread rolls. Well… perhaps I like the cakes even more. And I appreciate a mindset that says everyone should be free to shape their own life, provided they respect the rights and freedoms of others. That has always resonated with me.

There is also something I like that hardly anyone ever talks about:

The yellow town signs.

Even today.

During an internship in France in the 1990s, I noticed that every time I crossed the border and saw those familiar yellow signs, I felt happy.

Strange, really.

But to me they meant only one thing:

„You’re back in Germany.“

A small piece of home.

Sometimes, the feeling of belonging begins with something surprisingly ordinary.

And yet it still feels different from Spain.

That is where my roots lie. That is where I grew up. I do not have to search for the language; it simply flows. Many gestures need no explanation. My parents, my siblings, my cousins and so many people with whom I share memories still live there.

Perhaps that is the difference.

You can find a home.

Roots grow.

And many of them begin growing in childhood.

The older I become, the more I believe that home is less a place than a feeling. A feeling that can only be influenced to a limited extent. We can decide where to live. We can integrate, make friends, assume responsibilities and identify with a country. Yet whether a place eventually feels like home seems to be decided somewhere much deeper within us.

Interestingly, Spanish does not even have a perfect equivalent for the German word Heimat.

Mi tierra—my land—probably comes closest. Hogar refers more to one’s home, one’s own four walls. The German word Heimat somehow goes beyond both. It combines places, people, memories and emotions into something that can hardly be captured in a single sentence.

Perhaps that is precisely what makes it such a beautiful word.

My children experience all this very differently.

For them, Germany and Spain simply belong together. They never have to choose, and I sincerely hope they never will. Whether they eventually feel more German, more Spanish or simply European makes no difference to me.

As their father, it was never my task to tell them where they belong.

My only task was to keep both doors open.

Both languages.

Both cultures.

Both families.

One day, the path they choose will be entirely their own.

I am a migrant.

Statistically speaking, I am a person with a migration background. So are my children. If they decide to stay in Germany, their own children would no longer fall into that category—at least according to today’s definition. But definitions can change, just as everything else does. Change is part of life.

Migrant.

Today, that word means very different things to different people. To me, however, it simply describes a fact: I left my homeland because I hoped for a better future somewhere else.

And I was fortunate.

I was able to move freely within the European Union. I did not have to renounce my nationality. My identity was never questioned. In almost thirty years, I have hardly ever experienced being treated differently because of where I came from—or at least not consciously.

That, too, is a privilege.

Many people who come to Germany today do not have those opportunities. Some leave their homeland by choice, many do not. Work, war, political persecution, economic hardship, illness, or perhaps one day climate change—the reasons are as different as people themselves.

Yet the questions are often exactly the same.

Will I be accepted there?

Will I find friends? A job? Will I be able to provide for my family?

Will this ever become my home? Will I feel safe there?

And what happens to the part of me that I had to leave behind?

Perhaps people have been asking themselves these questions for thousands of years. Migration is probably far more normal than we sometimes like to believe. Our countries themselves tell exactly that story.

Germany, as a nation-state, has not existed for all that long. Spain somewhat longer. Yet both countries are the product of encounters, migrations, cultural exchange and people who, at some point, began a new life somewhere else.

Even our names tell such stories.

My first name, Jorge, has Greek roots. My surnames, Guerra and González, are linguistically linked to Germanic origins.

Who would have guessed?

The closer we look, the smaller the world suddenly becomes.

In my work as both a family lawyer and a psychologist, I encounter this diversity almost every day. Families with different languages, religions, cultures and biographies. Sometimes they are portrayed as fundamentally different.

But they are not.

They fall in love.

They build families.

They have children.

They argue.

They reconcile.

Sometimes they separate.

And sometimes they find themselves before a court.

Just like everyone else.

The longer I live, the more difficult it becomes for me to think in categories.

„The Germans.“

„The Spaniards.“

„The migrants.“

„The foreigners.“

Who exactly are these people supposed to be?

Every human being carries their own story.

Their hopes.

Their fears.

Their experiences.

And, in the end, most of us want exactly the same things.

To love.

To be loved.

Healthy children.

Friends.

A little security.

A place we are happy to return to.

Perhaps that is far more important than everything that separates us.

Sometimes I have the impression that our greatest problem is not unfamiliarity, but fear. Fear magnifies differences. It makes us cautious, suspicious and, at times, even hostile.

Yet throughout my professional life I have often seen that behind hurtful behaviour there is rarely strength. More often, there is insecurity. Quite frequently, there is a childhood in which love, safety or reliability were missing.

Perhaps that is why humanity does not begin with great political debates.

Perhaps it begins much earlier.

In everyday life.

With genuine interest.

With a willingness to listen.

With a smile.

Or simply by seeing the person standing in front of us first and foremost as a human being.

Spain will always remain my homeland.

Germany will always remain my chosen home.

The two do not contradict each other.

Perhaps that is the most beautiful part of it all.

My heart never had to choose.

It simply learned that it was large enough for both.

And perhaps that is the true meaning of home.

Not that we are allowed only one place where we feel we belong.

But that, if we are fortunate, we may discover more than one.

Spain is World Champion.

Wonderful.

I truly was happy.

But if I am honest, what does that title actually have to do with me?

Has it made me a better person?

Have I personally gained anything?

Or would I have lost something if Spain had not reached the final?

Not really.

Football has the power to unite. It inspires us. For one evening, it allows us to feel part of a great community.

But it should never give rise to arrogance or superiority.

Nor should it lead to contempt or hostility towards those who happen to wave a different flag.

Perhaps it would be even more beautiful if each of us tried to become a world champion in something else.

A world champion of kindness.

A world champion of humanity.

A world champion in treating others with respect—even when they think differently, look different or were born somewhere else.

I know.

That may sound almost naïve.

And perhaps that is precisely why it is an idea worth taking seriously.

Because how many conflicts could we prevent?

How much suffering?

How many wars, broken families, wounded hearts and lonely lives?

Perhaps no World Cup title will ever change the world.

But every single one of us can.

Just a little.

Every single day.

And perhaps that is where home truly begins:

Not only in the place we come from,

but in the way we choose to treat one another.

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Español

Hogar

España vuelve a ser campeona del mundo.

Después de la selección femenina, ahora también la masculina.

Yo estaba allí. En medio de la gente. Millones de personas celebrando en las calles. Banderas por todas partes. Abrazos entre completos desconocidos. Esa sensación difícil de describir de que, por una noche, todos hablábamos el mismo idioma: el de la alegría. Lamentablemente, eso ya no resulta tan habitual como antes.

Y sí, lo reconozco: me alegré.

Muchísimo.

Como hace años, como siempre.

Fue una sensación curiosa. Porque llevo casi treinta años viviendo en Alemania. Trabajo aquí, aquí está mi familia, aquí crecen mis hijos y, mientras tanto, incluso me he convertido en ciudadano alemán. Sin embargo, cada gol de España sigue despertando algo dentro de mí que resulta difícil explicar de forma racional.

Supongo que ese sentimiento tiene un nombre.

Hogar.

O quizá, mejor dicho, mi tierra.

Alemania no apareció en mi vida por casualidad. Después de estudiar Derecho con parte de Administración de Empresas en España (ICADE, E1), hice el servicio militar para universitarios (IMEC/SEFOCUMA). Fue una etapa apasionante. Mirándolo con perspectiva, probablemente aprendí allí más sobre dirección -o liderazgo, como se dice ahora- que en muchos cursos de formación posteriores. El ejército, sin embargo, no parecía ser en ese momento mi lugar ideal de trabajo. Las misiones de paz me atraían; la burocracia y la estricta estructura de mando, algo menos. Además, encontrar trabajo a comienzos de los años noventa no era precisamente sencillo. Por lo que comprendí que tocaba ampliar mis horizontes y probar suerte en otro lugar. Lo que tampoco es que me molestase mundo -en el fondo vi ahí mi oportunidad, si debo ser sincero. Sin saber por qué ver mundo lo llevo dentro desde niño, debe estar en mi código genético. Como la idea de implementar justicia. Pero eso es otro tema, que ya me voy por los Cerros de Úbeda.

Así llegué a Alemania.

No por miedo. No por desesperación.

Sobre todo, por esperanza. Y por aventura. Lo confieso. Y por ver más del mundo

Quería construir algo, descubrir un lugar nuevo y averiguar hasta dónde podía llegar.

Jamás habría imaginado que aquella decisión acabaría por prolongarse casi tres décadas.

Hoy mis raíces profesionales están aquí. Aquí me doctoré. Aquí estudié Economía Social y también Psicología. Aquí he trabajado como perito judicial, abogado del menor, mediador; he investigado, he dado clases en la universidad y he formado una familia.

Alemania me ha dado muchísimo. Me apoyó en los días difíciles.

Mi hija, sin embargo, comentó mi nacionalización alemana con esa sinceridad tan propia de los niños.

—Papá, un alemán de verdad tampoco eres. Solo lo eres sobre el papel.

Parece que esas cosas ya se aprenden en la escuela primaria 😊

Lo curioso es que ella elige a sus amigas únicamente porque le caen bien. Todo lo demás le resulta completamente indiferente. Y así debería ser siempre.

No pude evitar sonreír. Porque, en el fondo, tampoco le faltaba razón.

Alemania se ha convertido para mí en un hogar. O, mejor dicho, en mi segundo hogar.

Si quisiéramos expresarlo con terminología del Derecho de familia, probablemente diríamos que es mi segundo centro de vida.

Me gusta el idioma alemán.

Me gusta el frío… casi siempre. Porque, cuando nieva demasiado o el hielo cubre las calles, resulta bastante más complicado ir en bicicleta. Y precisamente eso es otra de las cosas que me gustan de Alemania: su magnífica red de carriles bici.

Me encantan los panecillos. Aunque, si soy sincero, probablemente todavía más los pasteles.

Y aprecio una forma de entender la convivencia según la cual cada persona puede vivir su vida libremente, siempre que respete la libertad y los derechos de los demás.

Esa manera de pensar siempre ha encajado conmigo.

Y hay otra cosa que me gusta y en la que a lo mejor poco se repara: los carteles amarillos que anuncian la entrada a los pueblos y ciudades. Todavía hoy.

Durante unas prácticas que hice en Francia, en los años noventa, me di cuenta de que cada vez que cruzaba la frontera y aparecían aquellos carteles amarillos sentía una pequeña alegría.

Parece una tontería. Pero para mí significaban una sola cosa:

«Ya estás de nuevo en Alemania.»

Un pequeño pedazo de hogar.

A veces el sentimiento de pertenencia comienza con detalles sorprendentemente sencillos.

Y, sin embargo, sigue siendo distinto de lo que siento en España.

Porque allí están mis raíces.

Allí crecí.

No necesito buscar el idioma; simplemente sale de forma natural.

Hay gestos que se entienden sin necesidad de explicarlos.

Allí viven mis padres, ahora sólo mi madre, mis hermanos, mis primos y tantas personas con las que comparto recuerdos.

Quizá esa sea la diferencia.

Un hogar puede encontrarse.

Las raíces crecen.

Y muchas de ellas empiezan a hacerlo durante la infancia.

Cuanto mayor me hago, más convencido estoy de que el hogar no es tanto un lugar como un sentimiento.

Un sentimiento sobre el que solo tenemos un control limitado. Como el gusto. Como enamorarse.

Uno puede decidir dónde vivir. Puede integrarse. Hacer amigos. Asumir responsabilidades. Identificarse con un país.

Pero que un lugar llegue realmente a sentirse como hogar parece depender de una parte mucho más profunda de nosotros mismos.

Curiosamente, el alemán posee una palabra para la que el español no ofrece un equivalente exacto. Heimat.

Mi tierra probablemente sea la expresión que más se aproxima.

Hogar habla más bien de la casa, del espacio donde vivimos.

Pero Heimat parece abarcar algo más amplio. Reúne lugares, personas, recuerdos y emociones en un único concepto que resulta casi imposible definir con precisión. Como la sensación de hogar, este definido ampliamente. Mi tierra.

Tal vez por eso sea una palabra tan hermosa, como yo la veo.

Mis hijos viven todo esto de una manera completamente distinta.

Para ellos, Alemania y España forman parte de una misma realidad.

Nunca tendrán que elegir.

Y espero de corazón que jamás se vean obligados a hacerlo.

Que un día se sientan más alemanes, más españoles o simplemente lo que quieran carece por completo de importancia para mí.

Como padre, nunca he pensado que mi tarea consistiera en decirles dónde pertenecen.

Mi única responsabilidad era mantener abiertas las dos puertas.

Los dos idiomas.

Las dos culturas.

Las dos lugares.

El camino que recorran a partir de ahí será únicamente suyo.

Soy migrante.

Estadísticamente hablando, soy una persona con antecedentes migratorios. Mis hijos también lo son. Por definición. Si algún día deciden quedarse en Alemania, sus propios hijos ya no lo serán, al menos según tal definición. Pero las definiciones cambian. Como cambia todo. La vida está en constante evolución.

Migrante.

Hoy esa palabra despierta sentimientos muy distintos según quién la pronuncie. Para mí, sin embargo, describe algo muy sencillo: dejé mi tierra porque esperaba encontrar un futuro mejor en otro lugar. O porque me lo pedía el cuerpo.

Y tuve mucha suerte.

Pude trasladarme libremente dentro de la Unión Europea. No tuve que renunciar a mi nacionalidad al recibir la alemana. Nadie puso nunca en duda mi identidad. En casi treinta años viviendo en Alemania apenas he sentido que me trataran de forma diferente por mi origen; al menos, no de manera consciente.

Y eso también es un privilegio.

Muchas de las personas que hoy llegan a Alemania no disponen de esas mismas oportunidades. Algunas abandonan su país por decisión propia; muchas otras no tienen realmente elección. El trabajo, la guerra, la persecución política, la pobreza, la enfermedad o quizá, algún día, el cambio climático… los motivos son tan diversos como las personas mismas.

Pero las preguntas suelen ser las mismas.

¿Me aceptarán?

¿Encontraré amigos? ¿Trabajo? ¿Podré mantener a mi familia? ¿Ayudar a mi familia de origen?

¿Llegaré algún día a sentir este lugar como mi hogar? ¿Me sentiré seguro aquí?

¿Y qué ocurrirá con esa parte de mí que tuve que dejar atrás?

Probablemente esas preguntas acompañan al ser humano desde hace miles de años. La migración es, seguramente, mucho más normal de lo que a veces imaginamos. También nuestros países cuentan esa misma historia.

Alemania, como Estado nacional, no existe desde hace tanto tiempo. España, algo más. Pero ambos países son el resultado de encuentros, desplazamientos, mezclas culturales y personas que, en algún momento de sus vidas, comenzaron de nuevo en otro lugar.

Como los idiomas, todos una mezcla de influencias. Incluso nuestros nombres cuentan historias parecidas.

Mi nombre, Jorge, tiene raíces griegas. Pero mis apellidos, Guerra y González, tienen un origen lingüístico germánico. ¿Quién lo habría imaginado? Nomen est omen 😊

Cuando uno observa con un poco más de atención, el mundo de repente parece mucho más pequeño.

En mi trabajo como jurista especializado en Derecho de familia y como psicólogo, encuentro esa diversidad prácticamente cada día. Familias con idiomas, religiones, culturas y trayectorias muy diferentes. A veces se habla de ellas como si fueran esencialmente distintas.

Pero no lo son.

Se enamoran. Forman familias. Tienen hijos. Discuten. Se reconcilian. A veces se separan.Y, en ocasiones, acaban ante un juez.

Exactamente igual que cualquier otra familia.

Cuantos más años pasan, más difícil me resulta pensar en categorías.

«Los alemanes.» «Los españoles.» «Los inmigrantes.» «Los extranjeros.»

¿Quiénes son realmente?

Cada persona lleva consigo su propia historia.

Sus esperanzas. Sus miedos.Sus experiencias.

Y, al final, casi todos queremos exactamente lo mismo.

Amar. Sentirnos amados.

Que nuestros hijos estén sanos.

Tener amigos.

Un poco de seguridad.

Un lugar al que siempre queramos regresar.

Quizá todo eso sea mucho más importante que aquello que nos diferencia.

A veces tengo la impresión de que nuestro verdadero problema no es lo desconocido, sino el miedo. El miedo agranda las diferencias. Nos vuelve desconfiados, recelosos y, en ocasiones, incluso hostiles.

Sin embargo, a lo largo de mi vida profesional he comprobado muchas veces que detrás de un comportamiento que hiere rara vez hay fortaleza. Mucho más a menudo hay inseguridad. Y, no pocas veces, una infancia en la que faltaron el cariño, la protección o la estabilidad.

Quizá por eso la humanidad, el trato humano, no comienza en los grandes debates políticos.

Quizá comienza mucho antes.

En la vida cotidiana.

En el interés sincero por el otro.

En saber escuchar.

En una sonrisa.

O, sencillamente, en mirar primero a la persona que tenemos delante como lo que realmente es:

un ser humano.

España siempre será mi tierra.

Alemania siempre será mi segundo hogar.

Y una cosa no excluye la otra.

Quizá esa sea precisamente la parte más hermosa de toda esta historia.

Mi corazón nunca tuvo que elegir.

Simplemente aprendió que tenía espacio suficiente para ambos.

Y quizá ahí resida el verdadero significado del hogar.

No en que solo podamos sentirnos en casa en un único lugar.

Sino en que, si la vida nos sonríe, podamos llegar a encontrar más de uno.

España es campeona del mundo.

Y eso es maravilloso.

De verdad me alegré.

Pero, si soy sincero, ¿qué tiene realmente que ver ese título conmigo?

¿Me convierte en una persona mejor?

¿He ganado personalmente algo?

¿O habría perdido algo si España no hubiera llegado a o ganado la final?

La verdad es que no.

El fútbol tiene la capacidad de unir.

De emocionarnos.

De hacernos sentir, durante un rato, parte de una misma comunidad.

Pero nunca debería alimentar la soberbia ni el sentimiento de superioridad.

Y mucho menos el desprecio hacia quienes celebran bajo otra bandera.

Quizá sería aún más bonito que todos intentáramos convertirnos en campeones del mundo de otra cosa.

Campeones del mundo en cordialidad.

Campeones del mundo en humanidad.

Campeones del mundo en tratar a los demás con respeto, aunque piensen distinto, tengan otro aspecto o hayan nacido en otro lugar.

Lo sé.

Puede sonar casi ingenuo.

Y quizá precisamente por eso sea una idea que merece la pena tomarse en serio.

Porque ¿cuántos conflictos podríamos evitar?

¿Cuánto sufrimiento?

¿Cuántas guerras, separaciones, heridas y soledades?

Tal vez ningún campeonato del mundo cambie realmente el mundo.

Pero cada uno de nosotros sí puede hacerlo.

Un poco.

Cada día.

Y quizá sea ahí donde comienza de verdad nuestro hogar, nuestra tierra.

No solo en el lugar del que venimos.

Sino también en la manera en que decidimos tratar a los demás.

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La patrie du cœur

L’Espagne est championne du monde.

Après les femmes, ce sont maintenant les hommes qui remportent le titre.

J’y étais. Au milieu de la foule. Des millions de personnes dans les rues. Des drapeaux partout. Des inconnus qui s’embrassent. Cette sensation indescriptible que, pendant une soirée, tout le monde parle la même langue : celle de la joie. Malheureusement, cela n’a plus rien d’une évidence aujourd’hui.

Et oui, je l’avoue : j’étais heureux.

Vraiment heureux.

Presque comme autrefois.

C’était un sentiment étrange. Voilà bientôt trente ans que je vis en Allemagne. J’y travaille. Ma famille y vit. Mes enfants y grandissent. Je suis même devenu citoyen allemand. Et pourtant, chaque but marqué par l’Espagne réveille encore en moi quelque chose qu’il est difficile d’expliquer de manière rationnelle.

Ce sentiment porte probablement un nom.

La patrie.

Ou peut-être plus simplement : ma terre.

Je ne suis pas arrivé en Allemagne par hasard. Après mes études de droit et une formation particulière en gestion d’entreprise en Espagne, j’ai d’abord effectué le service militaire réservé aux diplômés universitaires. Ce fut une période passionnante. Avec le recul, j’y ai probablement appris davantage sur le leadership que dans bien des formations suivies par la suite. En revanche, l’institution militaire elle-même n’a jamais vraiment été mon univers. Les missions de maintien de la paix m’auraient attiré ; beaucoup moins la rigidité, la bureaucratie et certaines structures particulièrement fermées. À cette époque, trouver un emploi en Espagne, au début des années 1990, n’était pas chose facile. Un jour, j’ai compris que je voulais élargir mon horizon et tenter ma chance ailleurs.

C’est ainsi que je suis arrivé en Allemagne.

Non par peur.

Non par désespoir.

Mais avant tout par espoir.

Je voulais construire quelque chose, découvrir un autre monde et voir jusqu’où je pouvais aller.

Je n’aurais jamais imaginé que cette aventure durerait près de trente ans.

Aujourd’hui, mes racines professionnelles sont ici. C’est ici que j’ai obtenu mon doctorat. C’est ici que j’ai étudié l’économie sociale et la psychologie. C’est ici que j’ai travaillé comme expert judiciaire, mené des recherches, enseigné à l’université et fondé une famille.

L’Allemagne m’a énormément apporté.

Ma fille, elle, a commenté ma naturalisation à sa manière.

— Papa, tu n’es quand même pas un vrai Allemand. Seulement sur le papier.

Apparemment, ce genre de choses s’apprend déjà à l’école primaire.

Ce qui est amusant, c’est qu’elle choisit ses amies uniquement parce qu’elle les apprécie. Le reste ne semble avoir aucune importance à ses yeux.

Et c’est très bien ainsi.

Je n’ai pas pu m’empêcher de sourire.

Parce qu’au fond, elle n’avait pas complètement tort.

L’Allemagne est devenue pour moi une patrie d’adoption.

Ou, pour être plus précis, une terre choisie.

Si nous voulions employer le vocabulaire du droit de la famille, nous pourrions dire qu’il s’agit de mon second centre de vie.

J’aime la langue allemande.

J’aime le froid… la plupart du temps. Bon, lorsqu’il neige trop ou que les routes sont verglacées, il devient plus difficile de se déplacer à vélo. Et justement, j’aime énormément les nombreuses pistes cyclables que l’on trouve en Allemagne.

J’aime les petits pains.

Même si, pour être honnête, j’aime probablement encore davantage les gâteaux.

Et j’apprécie une manière de vivre qui consiste à laisser chacun construire sa propre vie, à condition de respecter la liberté et les droits des autres.

Cette façon de penser m’a toujours correspondu.

Et il y a encore quelque chose que j’aime, auquel presque personne ne prête attention :

les panneaux jaunes qui annoncent les villes et les villages.

Encore aujourd’hui.

Lorsque je faisais un stage en France dans les années quatre-vingt-dix, je me suis rendu compte que chaque fois que je franchissais la frontière et que je voyais apparaître ces panneaux jaunes, je ressentais une petite joie.

Cela peut paraître étrange.

Mais, pour moi, ils signifiaient une seule chose :

« Tu es de retour en Allemagne. »

Un petit morceau de chez moi.

Le sentiment d’appartenir quelque part commence parfois par des détails étonnamment simples.

Et pourtant, ce n’est pas le même sentiment qu’en Espagne.

Là-bas sont mes racines.

C’est là que j’ai grandi.

Je n’ai pas besoin de chercher la langue ; elle vient naturellement.

Il y a des gestes que l’on comprend sans qu’il soit nécessaire de les expliquer.

Mes parents, mes frères et sœurs, mes cousins, ainsi que tant de personnes avec lesquelles je partage des souvenirs, vivent là-bas.

C’est peut-être là toute la différence.

Un chez-soi, on peut le trouver.

Les racines, elles, poussent.

Et beaucoup commencent à grandir dès l’enfance.

Plus les années passent, plus je suis convaincu que la patrie est moins un lieu qu’un sentiment.

Un sentiment sur lequel nous n’avons qu’une influence limitée.

Nous pouvons choisir où vivre.

Nous pouvons nous intégrer.

Nous faire des amis.

Prendre des responsabilités.

Nous identifier à un pays.

Mais le fait qu’un endroit finisse réellement par devenir notre patrie semble dépendre d’une partie beaucoup plus profonde de nous-mêmes.

Fait intéressant, le français ne possède pas non plus d’équivalent parfait du mot allemand Heimat.

Ma terre s’en rapproche sans doute le plus.

Le foyer évoque davantage la maison, les quatre murs dans lesquels on vit.

Mais Heimat va plus loin.

Ce mot réunit les lieux, les personnes, les souvenirs et les émotions en une seule idée qu’il est presque impossible de définir précisément.

C’est peut-être justement pour cela qu’il est si beau.

Mes enfants vivent tout cela d’une manière complètement différente.

Pour eux, l’Allemagne et l’Espagne vont tout simplement ensemble.

Ils n’auront jamais à choisir.

Et j’espère de tout cœur qu’ils n’y seront jamais contraints.

Qu’ils se sentent plus tard davantage allemands, espagnols ou simplement européens m’importe finalement assez peu.

En tant que père, je n’ai jamais considéré que mon rôle était de leur dire où était leur place.

Ma seule responsabilité consistait à leur laisser les deux portes ouvertes.

Les deux langues.

Les deux cultures.

Les deux familles.

Le chemin qu’ils choisiront d’emprunter leur appartiendra entièrement.

Je suis un migrant.

Statistiquement parlant, je suis une personne issue de l’immigration. Mes enfants le sont également. Si, un jour, ils décident de rester vivre en Allemagne, leurs propres enfants ne le seront probablement plus, du moins selon la définition actuelle. Mais les définitions évoluent. Comme tout le reste. Rien n’est immuable.

Migrant.

Aujourd’hui, ce mot suscite des réactions très différentes selon les personnes. Pour moi, il décrit simplement une réalité : j’ai quitté ma terre parce que j’espérais trouver un avenir meilleur ailleurs.

Et j’ai eu beaucoup de chance.

J’ai pu m’installer librement dans un autre pays de l’Union européenne. Je n’ai pas dû renoncer à ma nationalité. Mon identité n’a jamais été remise en question. En près de trente ans passés en Allemagne, je n’ai pratiquement jamais eu le sentiment d’être mal traité en raison de mes origines. En tout cas, jamais de manière consciente.

C’est aussi un privilège.

Beaucoup de celles et ceux qui arrivent aujourd’hui en Allemagne n’ont pas cette chance. Certains quittent leur pays par choix, beaucoup d’autres n’ont pas vraiment le choix. Le travail, la guerre, les persécutions politiques, la pauvreté, la maladie, et peut-être demain le changement climatique… Les raisons sont aussi diverses que les êtres humains eux-mêmes.

Mais les questions restent souvent les mêmes.

Serai-je accepté ?

Trouverai-je des amis ? Un travail ? Pourrai-je faire vivre ma famille ?

Cet endroit finira-t-il par devenir mon chez-moi ? M’y sentirai-je en sécurité ?

Et que deviendra cette partie de moi que j’ai dû laisser derrière ?

Ces questions accompagnent probablement l’humanité depuis des milliers d’années. La migration est sans doute beaucoup plus normale que nous ne l’imaginons parfois. Nos pays eux-mêmes racontent cette histoire.

L’Allemagne, en tant qu’État-nation, n’existe finalement que depuis relativement peu de temps. L’Espagne un peu plus longtemps. Pourtant, tous deux sont le fruit de rencontres, de déplacements, de métissages et de femmes et d’hommes qui, un jour, ont recommencé leur vie ailleurs.

Même nos noms racontent ce genre d’histoire.

Mon prénom, Jorge, trouve ses racines dans le grec ancien. Quant à mes noms de famille, Guerra et González, ils sont, d’un point de vue linguistique, d’origine germanique.

Qui l’aurait imaginé ?

Lorsqu’on regarde les choses d’un peu plus près, le monde paraît soudain beaucoup plus petit.

Dans mon travail de juriste en droit de la famille et de psychologue, je rencontre cette diversité presque chaque jour. Des familles de langues, de religions, de cultures et de parcours différents. Il arrive qu’on parle d’elles comme si elles étaient fondamentalement différentes.

Elles ne le sont pas.

Elles tombent amoureuses.

Elles fondent une famille.

Elles ont des enfants.

Elles se disputent.

Elles se réconcilient.

Parfois, elles se séparent.

Et parfois, elles se retrouvent devant un tribunal.

Exactement comme toutes les autres.

Plus les années passent, plus il m’est difficile de raisonner en catégories.

« Les Allemands. »

« Les Espagnols. »

« Les migrants. »

« Les étrangers. »

Mais qui sont-ils vraiment ?

Chaque être humain porte avec lui sa propre histoire.

Ses espoirs.

Ses peurs.

Ses expériences.

Et, au fond, nous recherchons presque tous les mêmes choses.

Aimer.

Être aimé.

Voir nos enfants grandir en bonne santé.

Avoir des amis.

Un peu de sécurité.

Un endroit où l’on est heureux de revenir.

Peut-être que tout cela est infiniment plus important que ce qui nous différencie.

J’ai parfois le sentiment que notre véritable problème n’est pas l’étranger, mais la peur. La peur agrandit les différences. Elle nous rend méfiants, parfois hostiles.

Pourtant, dans ma vie professionnelle, j’ai souvent constaté que derrière les comportements qui blessent ne se cache que rarement la force. Bien plus souvent, il s’agit d’insécurité. Et, assez fréquemment, d’une enfance où l’amour, la tendresse ou la stabilité ont fait défaut.

C’est peut-être pour cela que l’humanité ne commence pas dans les grands débats politiques.

Elle commence beaucoup plus tôt.

Dans la vie de tous les jours.

Par un intérêt sincère.

Par une écoute attentive.

Par un sourire.

Ou tout simplement en regardant la personne qui se tient devant nous avant tout comme un être humain.

L’Espagne restera toujours ma terre.

L’Allemagne restera toujours ma patrie d’adoption.

Ces deux réalités ne s’opposent pas.

C’est peut-être même ce qu’il y a de plus beau.

Mon cœur n’a jamais eu besoin de choisir.

Il a simplement appris qu’il était assez grand pour accueillir les deux.

Et c’est peut-être cela, au fond, le véritable sens de la patrie.

Non pas qu’il ne puisse exister qu’un seul endroit où l’on se sente chez soi.

Mais que la vie nous offre parfois le bonheur d’en trouver plusieurs.

L’Espagne est championne du monde.

Et c’est magnifique.

J’en ai été sincèrement heureux.

Mais, si je suis honnête, qu’est-ce que ce titre change réellement pour moi ?

Suis-je devenu un homme meilleur ?

Ai-je personnellement gagné quelque chose ?

Ou aurais-je perdu quelque chose si l’Espagne n’avait pas atteint la finale ?

En réalité, non.

Le football a cette merveilleuse capacité de rassembler.

De nous faire vibrer.

De nous donner, le temps d’une soirée, le sentiment d’appartenir à une même communauté.

Mais il ne devrait jamais nourrir l’arrogance ni le sentiment de supériorité.

Pas davantage le mépris envers celles et ceux qui agitent un autre drapeau.

Et si nous essayions plutôt de devenir champions du monde dans un tout autre domaine ?

Champions du monde de la bienveillance.

Champions du monde de l’humanité.

Champions du monde du respect envers les autres, même lorsqu’ils pensent différemment, qu’ils ont une autre apparence ou qu’ils sont nés ailleurs.

Je le sais.

Cela peut paraître un peu naïf.

Et c’est peut-être justement pour cette raison que cette idée mérite d’être prise au sérieux.

Car combien de conflits pourrions-nous éviter ?

Combien de souffrances ?

Combien de guerres, de séparations, de blessures et de solitudes ?

Aucun titre de champion du monde ne changera probablement le monde.

En revanche, chacun de nous le peut.

Un peu.

Chaque jour.

Et peut-être est-ce précisément là que commence la véritable patrie.

Non seulement dans le lieu d’où nous venons.

Mais aussi dans la manière dont nous choisissons de nous rencontrer et de nous traiter les uns les autres.