Eindrücke von der 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference in Kapstadt

 

Eindrücke von der 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference in Kapstadt

Im März 2026 fand in Kapstadt die 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference statt – ein internationaler Kongress, der führende Richterinnen und Richter, Wissenschaftler, Anwältinnen und Anwälte sowie Mediatoren aus der ganzen Welt zusammenbrachte. Die Konferenz wurde von der University of the Western Cape gemeinsam mit internationalen Partnern organisiert und fand vom 11. bis 13. März in Sea Point, Kapstadt, statt.

Für mich persönlich war es eine besondere Freude und Ehre, an diesem Kongress teilzunehmen und dort zwei Vorträge zu halten. Die Veranstaltung bot nicht nur ein beeindruckendes wissenschaftliches Niveau, sondern auch eine außergewöhnliche internationale Atmosphäre – sowohl fachlich als auch menschlich.

Kapstadt – eine Stadt zwischen Natur, Geschichte und Aufbruch

Kapstadt gehört zu den Städten der Welt, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Der Blick auf den Tafelberg, der Atlantik direkt vor der Tür und eine vibrierende, vielfältige Gesellschaft bilden eine beeindruckende Kulisse für einen internationalen Austausch.

Gerade bei einem Kongress zum Familienrecht bekommt dieser Ort eine besondere Bedeutung. Südafrika ist ein Land mit einer komplexen Geschichte, in dem Fragen von Recht, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Versöhnung eine zentrale Rolle spielen. Diese Perspektive prägt auch viele juristische Debatten.

Nicht zufällig endete meine Präsentation mit einem Zitat von Nelson Mandela, das gerade im Kontext des Kinderschutzes eine besondere Tiefe bekommt:

„There can be no keener revelation of a society’s soul than the way in which it treats its children.“

Diese Worte begleiten viele Diskussionen im internationalen Familienrecht.

Ein globaler Dialog über Kinder, Familie und Recht

Der Kongress brachte Expertinnen und Experten aus zahlreichen Ländern zusammen – darunter Richterinnen und Richter oberster Gerichte, Wissenschaftler, internationale Organisationen und Praktiker aus der Familiengerichtsbarkeit.

Das Programm zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Themen im modernen Familienrecht geworden sind. Diskutiert wurden unter anderem:

  • internationale Kindesentführungen und die Haager Übereinkommen
  • Entwicklungen im Familienrecht verschiedener Staaten
  • die Rolle von Gerichten im Kinderschutz
  • neue Formen alternativer Streitbeilegung
  • Auswirkungen von Technologie, sozialer Medien und KI auf Familienrecht
  • sowie Fragen von Identität, kulturellen Traditionen und Kinderrechten.

Was besonders beeindruckend war: Trotz sehr unterschiedlicher rechtlicher Systeme standen überall ähnliche Herausforderungen im Mittelpunkt.

Fast überall stellen sich dieselben Fragen:

  • Wie können Gerichte Kinder wirklich schützen?
  • Wie kann man hoch eskalierte Elternkonflikte sinnvoll lösen?
  • Und wo stößt das klassische Rechtssystem an seine Grenzen?

Mein erster Vortrag: Wenn ein System für Gerechtigkeit gebaut ist – aber Wohlergehen liefern soll

Meine Präsentation trug den Titel:

„When a System Built for Justice is Asked to Deliver Welfare: The Structural Mismatch in Family Law“.

Im Mittelpunkt stand eine grundlegende Beobachtung:

Das Familienrecht arbeitet traditionell nach der Logik der Gerechtigkeit zwischen zwei Parteien. Gerichte entscheiden zwischen Position A und Position B. Das Ziel ist: Gerechtigkeit zu implementieren.

Doch moderne Familienverfahren verfolgen ein anderes Ziel:
Sie sollen das Kindeswohl sichern.

Hier entsteht eine strukturelle Spannung.

Ein Gericht kann zwar eine Entscheidung treffen – aber eine Entscheidung ist noch keine Lösung.

Forschungsergebnisse: Ein Blick auf die Folgen

In diesem Vortrag stellte ich insbesondere 2 eigene Studien vor. Besonders interessant war eine Erkenntnis, die bei der ersten Studie nicht gesucht wurde:
Viele Betroffene beschrieben ihre Erfahrungen mit dem Familienhelfersystem – also Gerichten, Jugendämtern, Gutachtern oder Anwälten – als eher negativ oder wenig hilfreich. Ansonsten war ihre Wirkung auf Lebenszufriedenheit, psychische und physische Gesundheit statistisch irrelevant.

Das wirft eine schwierige, aber notwendige Frage auf:

Hilft das System wirklich immer den Kindern – oder kann es Konflikte manchmal sogar verstärken?

Das strukturelle Problem

Meine These lautet: Das Problem liegt nicht primär bei einzelnen Professionen oder Personen. Vielmehr handelt es sich um ein systemisches Problem.

Aber vorweg. Es findet keine Evaluation statt, ob Entscheidungen Kindeswohl implementieren konnten, oder nicht.

Mehrere Faktoren spielen zusammen:

  • eine juristische Tradition, die auf Streitentscheidungen ausgerichtet ist
  • begrenzte Ressourcen in Gerichten und sozialen Diensten
  • eine starke Emotionalität von Elternkonflikten
  • die Übersetzung komplexer familiärer Dynamiken in rechtliche Kategorien.

Dadurch entsteht eine Situation, in der Gerichte Entscheidungen treffen müssen – während der eigentliche Konflikt oft ungelöst bleibt.

Ein möglicher Ausweg: Kooperation statt Konfrontation

Am Ende meines Vortrags ging es daher um mögliche Wege aus diesem Dilemma. Die wurden im zweiten Vortrag vertieft.

Ein zentraler Ansatz ist die Stärkung kooperativer Verfahren, insbesondere:

  • Mediation
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • konsensorientierte Modelle innerhalb gerichtlicher Verfahren.

Der Gedanke dahinter ist einfach:

Wenn Eltern ihren Konflikt selbst lösen können, entstehen oft nachhaltigere Lösungen, die langfristig auch den Kindern zugutekommen.

Gerichte bleiben dabei wichtig – aber vielleicht weniger als Ort der Entscheidung und mehr als Rahmen für Konfliktlösung.

Internationale Begegnungen und gemeinsame Fragen

Was diesen Kongress besonders wertvoll machte, war der internationale Austausch.

Teilnehmende aus Europa, Afrika, Amerika, Asien und Australien berichteten von ihren Erfahrungen. Trotz unterschiedlicher kultureller und rechtlicher Kontexte zeigte sich ein erstaunlich gemeinsames Bild:

Die Herausforderungen im Familienrecht ähneln sich weltweit.

Überall geht es um Fragen wie:

  • Wie kann man Kinder vor hoch eskalierten Elternkonflikten schützen?
  • Wie kann man rechtliche Verfahren menschlicher gestalten?
  • Und wie kann man verhindern, dass Institutionen unbeabsichtigt Schaden verursachen?

Solche Gespräche zeigen, wie wichtig internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich ist.

Persönliche Eindrücke

Neben den fachlichen Diskussionen bleibt vor allem die Begegnung mit engagierten Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern in Erinnerung.

Es sind genau diese Gespräche – oft außerhalb der offiziellen Panels – die neue Ideen entstehen lassen.

Der Austausch über Forschung, Praxis und Erfahrungen aus verschiedenen Rechtssystemen hilft, die eigenen Perspektiven zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Fazit

Der Kongress in Kapstadt hat erneut gezeigt, wie zentral das Familienrecht für unsere Gesellschaft ist.

In kaum einem anderen Rechtsgebiet treffen Recht, Psychologie, soziale Realität und menschliche Emotionen so unmittelbar aufeinander.

Wenn wir Kinder wirklich schützen wollen, müssen wir möglicherweise auch den Mut haben, einige Grundannahmen unserer Systeme zu überdenken.

Oder, um noch einmal Nelson Mandela zu zitieren:

„Eine Gesellschaft erkennt man daran, wie sie ihre Kinder behandelt“

Der internationale Dialog darüber hat gerade erst begonnen.

_________________________________________

Family Law Between Law and Reality

Reflections from the 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference in Cape Town

In March 2026, the 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference took place in Cape Town — an international congress that brought together leading judges, academics, lawyers and mediators from around the world. The conference was organized by the University of the Western Cape together with international partners and was held from 11 to 13 March in Sea Point, Cape Town.

For me personally, it was a special pleasure and honor to participate in this conference and to deliver two presentations there. The event offered not only an impressive academic level but also an extraordinary international atmosphere — both professionally and personally.

Cape Town – a city between nature, history and renewal

Cape Town is one of those cities in the world that immediately captivate you. The view of Table Mountain, the Atlantic Ocean right at the doorstep, and a vibrant and diverse society create an impressive backdrop for international exchange.

Especially at a conference on family law, this place acquires a particular significance. South Africa is a country with a complex history in which questions of law, justice and social reconciliation play a central role. This perspective also shapes many legal debates.

It was therefore no coincidence that my presentation ended with a quote by Nelson Mandela, which gains particular depth in the context of child protection:

“There can be no keener revelation of a society’s soul than the way in which it treats its children.”

These words accompany many discussions in international family law.

A global dialogue about children, family and law

The conference brought together experts from numerous countries — including judges from supreme courts, academics, international organizations and practitioners from family justice systems.

The program clearly demonstrated how diverse the topics in modern family law have become. Among the issues discussed were:

  • international child abduction and the Hague Conventions
  • developments in family law in different countries
  • the role of courts in child protection
  • new forms of alternative dispute resolution
  • the impact of technology, social media and artificial intelligence on family law
  • as well as questions of identity, cultural traditions and children’s rights.

What was particularly striking was that, despite very different legal systems, similar challenges appeared everywhere.

Almost everywhere the same questions arise:

  • How can courts truly protect children?
  • How can highly escalated parental conflicts be resolved constructively?
  • And where does the traditional legal system reach its limits?

My first presentation: when a system built for justice is expected to produce welfare

My presentation was titled:

“When a System Built for Justice is Asked to Deliver Welfare: The Structural Mismatch in Family Law.”

At its core was a fundamental observation.

Family law traditionally operates according to the logic of justice between two parties. Courts decide between position A and position B. The aim is to implement justice.

However, modern family proceedings pursue a different goal:

They are supposed to secure the best interests of the child.

Here a structural tension arises.

A court can make a decision — but a decision is not necessarily a solution.

Research results: a look at the consequences

In this presentation I mainly presented two of my own studies. One particularly interesting finding had not originally been the focus of the first study.

Many participants described their experiences with the Family Support System — meaning courts, youth welfare offices, experts or lawyers — as rather negative or not very helpful. Apart from that, its effect on life satisfaction and mental and physical health appeared statistically irrelevant.

This raises a difficult but necessary question:

Does the system really always help children — or can it sometimes even intensify conflicts?

The structural problem

My thesis is that the problem does not primarily lie with individual professions or persons. Rather, it is a systemic problem.

But first an important point:
There is no evaluation of whether decisions have actually succeeded in implementing the child’s welfare.

Several factors interact:

  • a legal tradition oriented toward adversarial decision-making
  • limited resources in courts and social services
  • the strong emotional nature of parental conflicts
  • the translation of complex family dynamics into legal categories.

As a result, courts are forced to make decisions while the underlying conflict often remains unresolved.

A possible way forward: cooperation instead of confrontation

At the end of my presentation, I therefore addressed possible ways out of this dilemma. I deepened into those – especially mediation – in my second presentation.

A central approach is the strengthening of cooperative procedures, particularly:

  • mediation
  • interdisciplinary cooperation
  • consensus-oriented models within court proceedings.

The idea behind this is simple:

If parents are able to resolve their conflict themselves, more sustainable solutions often emerge — solutions that ultimately benefit children as well.

Courts remain important — but perhaps less as places where decisions are imposed and more as frameworks for conflict resolution.

International encounters and shared questions

What made this conference particularly valuable was the international exchange.

Participants from Europe, Africa, the Americas, Asia and Australia shared their experiences. Despite different cultural and legal contexts, a remarkably common picture emerged:

The challenges of family law are similar worldwide.

Everywhere the same questions arise:

  • How can children be protected from highly escalated parental conflicts?
  • How can legal proceedings become more humane?
  • And how can we prevent institutions from unintentionally causing harm?

Such discussions show how important international cooperation is in this field.

Personal impressions

Beyond the professional discussions, what remains most memorable are the encounters with dedicated colleagues from many countries.

It is precisely these conversations — often outside the official panels — that generate new ideas.

The exchange of research, practice and experiences from different legal systems helps to question and further develop one’s own perspectives.

Conclusion

The conference in Cape Town once again demonstrated how central family law is for our societies.

In hardly any other field of law do law, psychology, social realities and human emotions meet so directly.

If we truly want to protect children, we may also need the courage to rethink some of the fundamental assumptions of our systems.

Or, to quote Nelson Mandela once again:

“A society is revealed in the way it treats its children.”

The international dialogue on this has only just begun.

___________________________________________________

Le droit de la famille entre le droit et la réalité

Réflexions sur la 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference au Cap

En mars 2026 s’est tenue au Cap la 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference, un congrès international qui a réuni des juges, universitaires, avocats et médiateurs de premier plan venus du monde entier. La conférence a été organisée par l’University of the Western Cape en collaboration avec des partenaires internationaux et s’est déroulée du 11 au 13 mars à Sea Point, au Cap.

Pour moi, ce fut un grand plaisir et un honneur particulier de participer à ce congrès et d’y présenter deux conférences. L’événement offrait non seulement un niveau scientifique impressionnant, mais aussi une atmosphère internationale exceptionnelle, tant sur le plan professionnel qu’humain.

Le Cap – une ville entre nature, histoire et renouveau

Le Cap fait partie de ces villes du monde qui fascinent immédiatement. La vue sur la montagne de la Table, l’océan Atlantique juste devant la ville et une société vibrante et diverse offrent un cadre impressionnant pour les échanges internationaux.

Dans le contexte d’un congrès consacré au droit de la famille, ce lieu prend une signification particulière. L’Afrique du Sud est un pays à l’histoire complexe, où les questions de droit, de justice et de réconciliation sociale jouent un rôle central. Cette perspective marque également de nombreux débats juridiques.

Ce n’est donc pas un hasard si ma présentation s’est terminée par une citation de Nelson Mandela, qui prend une profondeur particulière dans le contexte de la protection de l’enfance

“On reconnaît l’âme d’une société à la manière dont elle traite ses enfants.”

Ces mots accompagnent de nombreuses discussions dans le droit international de la famille.

Un dialogue mondial sur l’enfant, la famille et le droit

Le congrès a réuni des experts de nombreux pays — parmi lesquels des juges de hautes juridictions, des universitaires, des organisations internationales et des praticiens de la justice familiale.

Le programme a montré de manière impressionnante à quel point les thèmes du droit de la famille moderne sont devenus diversifiés. Ont notamment été discutés :

  • les enlèvements internationaux d’enfants et les Conventions de La Haye
  • les évolutions du droit de la famille dans différents États
  • le rôle des tribunaux dans la protection de l’enfance
  • de nouvelles formes de résolution alternative des conflits
  • les effets de la technologie, des réseaux sociaux et de l’intelligence artificielle sur le droit de la famille
  • ainsi que des questions d’identité, de traditions culturelles et de droits de l’enfant.

Ce qui était particulièrement frappant, c’est que malgré des systèmes juridiques très différents, des défis très similaires apparaissent partout.

Presque partout, les mêmes questions se posent :

  • Comment les tribunaux peuvent-ils réellement protéger les enfants ?
  • Comment résoudre de manière constructive des conflits parentaux fortement escaladés ?
  • Et où le système juridique classique atteint-il ses limites ?

Ma première conférence : lorsqu’un système conçu pour rendre la justice doit produire du bien-être

Ma présentation portait le titre :

« Quand un système conçu pour rendre la justice est appelé à produire du bien-être : le décalage structurel dans le droit de la famille ».

Au cœur de cette présentation se trouvait une observation fondamentale.

Traditionnellement, le droit de la famille fonctionne selon la logique de la justice entre deux parties. Les tribunaux décident entre la position A et la position B. L’objectif est d’appliquer la justice.

Cependant, les procédures familiales modernes poursuivent un objectif différent :

elles doivent garantir l’intérêt supérieur de l’enfant.

C’est là qu’apparaît une tension structurelle.

Un tribunal peut certes prendre une décision — mais une décision n’est pas encore une solution.

Résultats de recherche : un regard sur les conséquences

Dans cette conférence, j’ai présenté en particulier deux de mes propres études. Un résultat particulièrement intéressant n’avait pas été recherché dans la première étude.

De nombreuses personnes concernées ont décrit leurs expériences avec le Système du Soutien de la Famille — c’est-à-dire les tribunaux, les services de protection de la jeunesse, les experts ou les avocats — comme plutôt négatives ou peu utiles. Par ailleurs, son influence sur la satisfaction de vie ainsi que sur la santé mentale et physique s’est révélée statistiquement non pertinente.

Cela soulève une question difficile mais nécessaire :

Le système aide-t-il réellement toujours les enfants — ou peut-il parfois même intensifier les conflits ?

Le problème structurel

Ma thèse est que le problème ne réside pas principalement dans certaines professions ou personnes individuelles. Il s’agit plutôt d’un problème systémique.

Mais auparavant, un point important :
il n’existe aucune évaluation permettant de déterminer si les décisions ont effectivement permis de garantir le bien-être de l’enfant.

Plusieurs facteurs interagissent :

  • une tradition juridique orientée vers la résolution des conflits par décision
  • des ressources limitées dans les tribunaux et les services sociaux
  • la forte dimension émotionnelle des conflits parentaux
  • la traduction de dynamiques familiales complexes en catégories juridiques.

Il en résulte une situation dans laquelle les tribunaux doivent prendre des décisions alors que le conflit réel demeure souvent non résolu.

Une issue possible : la coopération plutôt que la confrontation

À la fin de ma conférence, j’ai donc abordé les voies possibles pour sortir de ce dilemme. e les ai approfondis, notamment la médiation, au cours de ma deuxième présentation.

Une approche centrale consiste à renforcer les procédures coopératives, notamment :

  • la médiation
  • la coopération interdisciplinaire
  • des modèles consensuels au sein des procédures judiciaires.

L’idée qui sous-tend ces approches est simple :

si les parents parviennent à résoudre eux-mêmes leur conflit, des solutions plus durables émergent souvent — des solutions qui, à long terme, bénéficient également aux enfants.

Les tribunaux restent importants — mais peut-être moins comme lieux où des décisions sont imposées que comme cadres permettant la résolution des conflits.

Rencontres internationales et questions communes

Ce qui a rendu ce congrès particulièrement précieux, c’est l’échange international.

Des participants venus d’Europe, d’Afrique, des Amériques, d’Asie et d’Australie ont partagé leurs expériences. Malgré des contextes culturels et juridiques différents, une image étonnamment commune est apparue :

les défis du droit de la famille se ressemblent partout dans le monde.

Partout se posent des questions telles que :

  • Comment protéger les enfants des conflits parentaux fortement escaladés ?
  • Comment rendre les procédures juridiques plus humaines ?
  • Et comment éviter que les institutions ne causent involontairement des dommages ?

Ces discussions montrent à quel point la coopération internationale est essentielle dans ce domaine.

Impressions personnelles

Au-delà des discussions scientifiques, ce sont surtout les rencontres avec des collègues engagés de nombreux pays qui restent en mémoire.

Ce sont précisément ces conversations — souvent en dehors des panels officiels — qui font naître de nouvelles idées.

L’échange autour de la recherche, de la pratique et des expériences issues de différents systèmes juridiques aide à remettre en question ses propres perspectives et à les développer davantage.

Conclusion

Le congrès du Cap a une nouvelle fois montré combien le droit de la famille est central pour nos sociétés.

Dans peu d’autres domaines juridiques se rencontrent de manière aussi directe le droit, la psychologie, la réalité sociale et les émotions humaines.

Si nous voulons réellement protéger les enfants, nous devons peut-être avoir le courage de repenser certaines hypothèses fondamentales de nos systèmes.

Ou, pour reprendre les mots de Nelson Mandela :

« On reconnaît l’âme d’une société à la manière dont elle traite ses enfants. »

Le dialogue international à ce sujet ne fait que commencer.

_______________________________________________

Derecho de familia entre el derecho y la realidad

Impresiones del 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference en Ciudad del Cabo

En marzo de 2026 se celebró en Ciudad del Cabo la 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference, un congreso internacional que reunió a destacados jueces y juezas, académicos, abogados y mediadores de todo el mundo. La conferencia fue organizada por la University of the Western Cape junto con socios internacionales y tuvo lugar del 11 al 13 de marzo en Sea Point, Ciudad del Cabo.

Para mí fue una gran alegría y un honor especial participar en este congreso y presentar allí dos ponencias. El evento ofreció no solo un impresionante nivel académico, sino también una atmósfera internacional extraordinaria, tanto en el plano profesional como humano.

Ciudad del Cabo – una ciudad entre naturaleza, historia y renovación

Ciudad del Cabo es una de esas ciudades del mundo que cautivan inmediatamente. La vista de la Montaña de la Mesa, el Atlántico justo frente a la ciudad y una sociedad vibrante y diversa crean un escenario impresionante para el intercambio internacional.

Precisamente en un congreso sobre derecho de familia, este lugar adquiere un significado especial. Sudáfrica es un país con una historia compleja, donde las cuestiones de derecho, justicia y reconciliación social desempeñan un papel central. Esta perspectiva también marca muchos debates jurídicos.

No es casualidad que mi presentación terminara con una cita de Nelson Mandela, que adquiere una profundidad especial en el contexto de la protección de la infancia:

“Una sociedad se reconoce por la forma en que trata a sus niños.”

Estas palabras acompañan muchas discusiones en el derecho internacional de familia.

Un diálogo global sobre infancia, familia y derecho

El congreso reunió a expertos de numerosos países, entre ellos jueces de tribunales superiores, académicos, organizaciones internacionales y profesionales de la jurisdicción de familia.

El programa mostró de forma impresionante cuán diversos se han vuelto los temas en el derecho de familia moderno. Entre otros, se debatieron:

  • las sustracciones internacionales de menores y los Convenios de La Haya
  • la evolución del derecho de familia en distintos países
  • el papel de los tribunales en la protección de la infancia
  • nuevas formas de resolución alternativa de conflictos
  • los efectos de la tecnología, las redes sociales y la inteligencia artificial en el derecho de familia
  • así como cuestiones de identidad, tradiciones culturales y derechos de la infancia.

Lo particularmente impresionante fue que, a pesar de sistemas jurídicos muy diferentes, los desafíos resultaron sorprendentemente similares en todo el mundo.

En casi todas partes surgen las mismas preguntas:

  • ¿Cómo pueden los tribunales proteger realmente a los niños?
  • ¿Cómo pueden resolverse de forma constructiva los conflictos parentales altamente escalados?
  • ¿Y dónde encuentra sus límites el sistema jurídico clásico?

Mi primera ponencia: cuando un sistema diseñado para la justicia debe producir bienestar

(“When a System Built for Justice is Asked to Deliver Welfare: The Structural Mismatch in Family Law: el desajuste estructural en el derecho de familia”)

La idea central partía de una observación fundamental.

El derecho de familia funciona tradicionalmente según la lógica de la justicia entre dos partes. Los tribunales deciden entre la posición A y la posición B. El objetivo es implementar la justicia.

Sin embargo, los procedimientos familiares modernos persiguen otro objetivo:
proteger el interés superior del niño.

Aquí surge una tensión estructural.

Un tribunal puede tomar una decisión, pero una decisión no es necesariamente una solución.

Resultados de investigación: una mirada a las consecuencias

En esta ponencia presenté en particular dos estudios propios. Uno de los resultados más interesantes no había sido buscado originalmente.

Muchas personas afectadas describieron sus experiencias con el Sistema de Apoyo a la Familia —es decir, tribunales, servicios sociales, peritos o abogados— como más bien negativas o poco útiles. Por lo demás, su efecto sobre la satisfacción vital, la salud mental y la salud física resultó estadísticamente irrelevante.

Esto plantea una pregunta difícil pero necesaria:

¿El sistema realmente ayuda siempre a los niños, o a veces incluso puede intensificar los conflictos?

El problema estructural

Mi tesis es que el problema no reside principalmente en profesionales o personas individuales. Se trata más bien de un problema sistémico.

Además, existe otro punto importante:
no se evalúa si las decisiones judiciales realmente han logrado implementar el bienestar del niño.

Varios factores se combinan:

  • una tradición jurídica orientada a resolver disputas
  • recursos limitados en tribunales y servicios sociales
  • la fuerte carga emocional de los conflictos parentales
  • la traducción de dinámicas familiares complejas en categorías jurídicas.

Como resultado, los tribunales se ven obligados a tomar decisiones mientras que el conflicto real a menudo permanece sin resolver.

Una posible salida: cooperación en lugar de confrontación

Al final de mi ponencia abordé posibles vías para salir de este dilema, a profundizar en mi segunda ponencia.

Un enfoque central es fortalecer procedimientos cooperativos, especialmente:

  • mediación
  • cooperación interdisciplinaria
  • modelos consensuales dentro de los procedimientos judiciales.

La idea es simple:

Cuando los padres pueden resolver su conflicto por sí mismos, suelen surgir soluciones más sostenibles, que a largo plazo también benefician a los niños.

Los tribunales siguen siendo importantes, pero quizá menos como lugar de decisión y más como marco para la resolución de conflictos.

Encuentros internacionales y preguntas compartidas

Lo que hizo este congreso especialmente valioso fue el intercambio internacional.

Participantes de Europa, África, América, Asia y Australia compartieron sus experiencias. A pesar de contextos culturales y jurídicos diferentes, emergió una imagen sorprendentemente común:

los desafíos del derecho de familia son similares en todo el mundo.

Conclusión

El congreso en Ciudad del Cabo volvió a demostrar cuán central es el derecho de familia para nuestra sociedad.

En casi ningún otro ámbito jurídico se encuentran derecho, psicología, realidad social y emociones humanas de manera tan directa.

Si realmente queremos proteger a los niños, quizá debamos tener el valor de replantearnos algunos supuestos básicos de nuestros sistemas.

O, como deciamos que reconoció Nelson Mandela:

“Una sociedad se reconoce por la forma en que trata a sus niños.”

El diálogo internacional sobre estas cuestiones apenas ha comenzado.

Im März 2026 fand in Kapstadt die 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference statt – ein internationaler Kongress, der führende Richterinnen und Richter, Wissenschaftler, Anwältinnen und Anwälte sowie Mediatoren aus der ganzen Welt zusammenbrachte. Die Konferenz wurde von der University of the Western Cape gemeinsam mit internationalen Partnern organisiert und fand vom 11. bis 13. März in Sea Point, Kapstadt, statt.

Für mich persönlich war es eine besondere Freude und Ehre, an diesem Kongress teilzunehmen und dort zwei Vorträge zu halten. Die Veranstaltung bot nicht nur ein beeindruckendes wissenschaftliches Niveau, sondern auch eine außergewöhnliche internationale Atmosphäre – sowohl fachlich als auch menschlich.

Kapstadt – eine Stadt zwischen Natur, Geschichte und Aufbruch

Kapstadt gehört zu den Städten der Welt, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Der Blick auf den Tafelberg, der Atlantik direkt vor der Tür und eine vibrierende, vielfältige Gesellschaft bilden eine beeindruckende Kulisse für einen internationalen Austausch.

Gerade bei einem Kongress zum Familienrecht bekommt dieser Ort eine besondere Bedeutung. Südafrika ist ein Land mit einer komplexen Geschichte, in dem Fragen von Recht, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Versöhnung eine zentrale Rolle spielen. Diese Perspektive prägt auch viele juristische Debatten.

Nicht zufällig endete meine Präsentation mit einem Zitat von Nelson Mandela, das gerade im Kontext des Kinderschutzes eine besondere Tiefe bekommt:

„There can be no keener revelation of a society’s soul than the way in which it treats its children.“

Diese Worte begleiten viele Diskussionen im internationalen Familienrecht.

Ein globaler Dialog über Kinder, Familie und Recht

Der Kongress brachte Expertinnen und Experten aus zahlreichen Ländern zusammen – darunter Richterinnen und Richter oberster Gerichte, Wissenschaftler, internationale Organisationen und Praktiker aus der Familiengerichtsbarkeit.

Das Programm zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Themen im modernen Familienrecht geworden sind. Diskutiert wurden unter anderem:

  • internationale Kindesentführungen und die Haager Übereinkommen
  • Entwicklungen im Familienrecht verschiedener Staaten
  • die Rolle von Gerichten im Kinderschutz
  • neue Formen alternativer Streitbeilegung
  • Auswirkungen von Technologie, sozialer Medien und KI auf Familienrecht
  • sowie Fragen von Identität, kulturellen Traditionen und Kinderrechten.

Was besonders beeindruckend war: Trotz sehr unterschiedlicher rechtlicher Systeme standen überall ähnliche Herausforderungen im Mittelpunkt.

Fast überall stellen sich dieselben Fragen:

  • Wie können Gerichte Kinder wirklich schützen?
  • Wie kann man hoch eskalierte Elternkonflikte sinnvoll lösen?
  • Und wo stößt das klassische Rechtssystem an seine Grenzen?

Mein erster Vortrag: Wenn ein System für Gerechtigkeit gebaut ist – aber Wohlergehen liefern soll

Meine Präsentation trug den Titel:

„When a System Built for Justice is Asked to Deliver Welfare: The Structural Mismatch in Family Law“.

Im Mittelpunkt stand eine grundlegende Beobachtung:

Das Familienrecht arbeitet traditionell nach der Logik der Gerechtigkeit zwischen zwei Parteien. Gerichte entscheiden zwischen Position A und Position B. Das Ziel ist: Gerechtigkeit zu implementieren.

Doch moderne Familienverfahren verfolgen ein anderes Ziel:
Sie sollen das Kindeswohl sichern.

Hier entsteht eine strukturelle Spannung.

Ein Gericht kann zwar eine Entscheidung treffen – aber eine Entscheidung ist noch keine Lösung.

Forschungsergebnisse: Ein Blick auf die Folgen

In diesem Vortrag stellte ich insbesondere 2 eigene Studien vor. Besonders interessant war eine Erkenntnis, die bei der ersten Studie nicht gesucht wurde:
Viele Betroffene beschrieben ihre Erfahrungen mit dem Familienhelfersystem – also Gerichten, Jugendämtern, Gutachtern oder Anwälten – als eher negativ oder wenig hilfreich. Ansonsten war ihre Wirkung auf Lebenszufriedenheit, psychische und physische Gesundheit statistisch irrelevant.

Das wirft eine schwierige, aber notwendige Frage auf:

Hilft das System wirklich immer den Kindern – oder kann es Konflikte manchmal sogar verstärken?

Das strukturelle Problem

Meine These lautet: Das Problem liegt nicht primär bei einzelnen Professionen oder Personen. Vielmehr handelt es sich um ein systemisches Problem.

Aber vorweg. Es findet keine Evaluation statt, ob Entscheidungen Kindeswohl implementieren konnten, oder nicht.

Mehrere Faktoren spielen zusammen:

  • eine juristische Tradition, die auf Streitentscheidungen ausgerichtet ist
  • begrenzte Ressourcen in Gerichten und sozialen Diensten
  • eine starke Emotionalität von Elternkonflikten
  • die Übersetzung komplexer familiärer Dynamiken in rechtliche Kategorien.

Dadurch entsteht eine Situation, in der Gerichte Entscheidungen treffen müssen – während der eigentliche Konflikt oft ungelöst bleibt.

Ein möglicher Ausweg: Kooperation statt Konfrontation

Am Ende meines Vortrags ging es daher um mögliche Wege aus diesem Dilemma. Die wurden im zweiten Vortrag vertieft.

Ein zentraler Ansatz ist die Stärkung kooperativer Verfahren, insbesondere:

  • Mediation
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • konsensorientierte Modelle innerhalb gerichtlicher Verfahren.

Der Gedanke dahinter ist einfach:

Wenn Eltern ihren Konflikt selbst lösen können, entstehen oft nachhaltigere Lösungen, die langfristig auch den Kindern zugutekommen.

Gerichte bleiben dabei wichtig – aber vielleicht weniger als Ort der Entscheidung und mehr als Rahmen für Konfliktlösung.

Internationale Begegnungen und gemeinsame Fragen

Was diesen Kongress besonders wertvoll machte, war der internationale Austausch.

Teilnehmende aus Europa, Afrika, Amerika, Asien und Australien berichteten von ihren Erfahrungen. Trotz unterschiedlicher kultureller und rechtlicher Kontexte zeigte sich ein erstaunlich gemeinsames Bild:

Die Herausforderungen im Familienrecht ähneln sich weltweit.

Überall geht es um Fragen wie:

  • Wie kann man Kinder vor hoch eskalierten Elternkonflikten schützen?
  • Wie kann man rechtliche Verfahren menschlicher gestalten?
  • Und wie kann man verhindern, dass Institutionen unbeabsichtigt Schaden verursachen?

Solche Gespräche zeigen, wie wichtig internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich ist.

Persönliche Eindrücke

Neben den fachlichen Diskussionen bleibt vor allem die Begegnung mit engagierten Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern in Erinnerung.

Es sind genau diese Gespräche – oft außerhalb der offiziellen Panels – die neue Ideen entstehen lassen.

Der Austausch über Forschung, Praxis und Erfahrungen aus verschiedenen Rechtssystemen hilft, die eigenen Perspektiven zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Fazit

Der Kongress in Kapstadt hat erneut gezeigt, wie zentral das Familienrecht für unsere Gesellschaft ist.

In kaum einem anderen Rechtsgebiet treffen Recht, Psychologie, soziale Realität und menschliche Emotionen so unmittelbar aufeinander.

Wenn wir Kinder wirklich schützen wollen, müssen wir möglicherweise auch den Mut haben, einige Grundannahmen unserer Systeme zu überdenken.

Oder, um noch einmal Nelson Mandela zu zitieren:

„Eine Gesellschaft erkennt man daran, wie sie ihre Kinder behandelt“

Der internationale Dialog darüber hat gerade erst begonnen.

_________________________________________

Family Law Between Law and Reality

Reflections from the 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference in Cape Town

In March 2026, the 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference took place in Cape Town — an international congress that brought together leading judges, academics, lawyers and mediators from around the world. The conference was organized by the University of the Western Cape together with international partners and was held from 11 to 13 March in Sea Point, Cape Town.

For me personally, it was a special pleasure and honor to participate in this conference and to deliver two presentations there. The event offered not only an impressive academic level but also an extraordinary international atmosphere — both professionally and personally.

Cape Town – a city between nature, history and renewal

Cape Town is one of those cities in the world that immediately captivate you. The view of Table Mountain, the Atlantic Ocean right at the doorstep, and a vibrant and diverse society create an impressive backdrop for international exchange.

Especially at a conference on family law, this place acquires a particular significance. South Africa is a country with a complex history in which questions of law, justice and social reconciliation play a central role. This perspective also shapes many legal debates.

It was therefore no coincidence that my presentation ended with a quote by Nelson Mandela, which gains particular depth in the context of child protection:

“There can be no keener revelation of a society’s soul than the way in which it treats its children.”

These words accompany many discussions in international family law.

A global dialogue about children, family and law

The conference brought together experts from numerous countries — including judges from supreme courts, academics, international organizations and practitioners from family justice systems.

The program clearly demonstrated how diverse the topics in modern family law have become. Among the issues discussed were:

  • international child abduction and the Hague Conventions
  • developments in family law in different countries
  • the role of courts in child protection
  • new forms of alternative dispute resolution
  • the impact of technology, social media and artificial intelligence on family law
  • as well as questions of identity, cultural traditions and children’s rights.

What was particularly striking was that, despite very different legal systems, similar challenges appeared everywhere.

Almost everywhere the same questions arise:

  • How can courts truly protect children?
  • How can highly escalated parental conflicts be resolved constructively?
  • And where does the traditional legal system reach its limits?

My first presentation: when a system built for justice is expected to produce welfare

My presentation was titled:

“When a System Built for Justice is Asked to Deliver Welfare: The Structural Mismatch in Family Law.”

At its core was a fundamental observation.

Family law traditionally operates according to the logic of justice between two parties. Courts decide between position A and position B. The aim is to implement justice.

However, modern family proceedings pursue a different goal:

They are supposed to secure the best interests of the child.

Here a structural tension arises.

A court can make a decision — but a decision is not necessarily a solution.

Research results: a look at the consequences

In this presentation I mainly presented two of my own studies. One particularly interesting finding had not originally been the focus of the first study.

Many participants described their experiences with the Family Support System — meaning courts, youth welfare offices, experts or lawyers — as rather negative or not very helpful. Apart from that, its effect on life satisfaction and mental and physical health appeared statistically irrelevant.

This raises a difficult but necessary question:

Does the system really always help children — or can it sometimes even intensify conflicts?

The structural problem

My thesis is that the problem does not primarily lie with individual professions or persons. Rather, it is a systemic problem.

But first an important point:
There is no evaluation of whether decisions have actually succeeded in implementing the child’s welfare.

Several factors interact:

  • a legal tradition oriented toward adversarial decision-making
  • limited resources in courts and social services
  • the strong emotional nature of parental conflicts
  • the translation of complex family dynamics into legal categories.

As a result, courts are forced to make decisions while the underlying conflict often remains unresolved.

A possible way forward: cooperation instead of confrontation

At the end of my presentation, I therefore addressed possible ways out of this dilemma. I deepened into those – especially mediation – in my second presentation.

A central approach is the strengthening of cooperative procedures, particularly:

  • mediation
  • interdisciplinary cooperation
  • consensus-oriented models within court proceedings.

The idea behind this is simple:

If parents are able to resolve their conflict themselves, more sustainable solutions often emerge — solutions that ultimately benefit children as well.

Courts remain important — but perhaps less as places where decisions are imposed and more as frameworks for conflict resolution.

International encounters and shared questions

What made this conference particularly valuable was the international exchange.

Participants from Europe, Africa, the Americas, Asia and Australia shared their experiences. Despite different cultural and legal contexts, a remarkably common picture emerged:

The challenges of family law are similar worldwide.

Everywhere the same questions arise:

  • How can children be protected from highly escalated parental conflicts?
  • How can legal proceedings become more humane?
  • And how can we prevent institutions from unintentionally causing harm?

Such discussions show how important international cooperation is in this field.

Personal impressions

Beyond the professional discussions, what remains most memorable are the encounters with dedicated colleagues from many countries.

It is precisely these conversations — often outside the official panels — that generate new ideas.

The exchange of research, practice and experiences from different legal systems helps to question and further develop one’s own perspectives.

Conclusion

The conference in Cape Town once again demonstrated how central family law is for our societies.

In hardly any other field of law do law, psychology, social realities and human emotions meet so directly.

If we truly want to protect children, we may also need the courage to rethink some of the fundamental assumptions of our systems.

Or, to quote Nelson Mandela once again:

“A society is revealed in the way it treats its children.”

The international dialogue on this has only just begun.

___________________________________________________

Le droit de la famille entre le droit et la réalité

Réflexions sur la 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference au Cap

En mars 2026 s’est tenue au Cap la 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference, un congrès international qui a réuni des juges, universitaires, avocats et médiateurs de premier plan venus du monde entier. La conférence a été organisée par l’University of the Western Cape en collaboration avec des partenaires internationaux et s’est déroulée du 11 au 13 mars à Sea Point, au Cap.

Pour moi, ce fut un grand plaisir et un honneur particulier de participer à ce congrès et d’y présenter deux conférences. L’événement offrait non seulement un niveau scientifique impressionnant, mais aussi une atmosphère internationale exceptionnelle, tant sur le plan professionnel qu’humain.

Le Cap – une ville entre nature, histoire et renouveau

Le Cap fait partie de ces villes du monde qui fascinent immédiatement. La vue sur la montagne de la Table, l’océan Atlantique juste devant la ville et une société vibrante et diverse offrent un cadre impressionnant pour les échanges internationaux.

Dans le contexte d’un congrès consacré au droit de la famille, ce lieu prend une signification particulière. L’Afrique du Sud est un pays à l’histoire complexe, où les questions de droit, de justice et de réconciliation sociale jouent un rôle central. Cette perspective marque également de nombreux débats juridiques.

Ce n’est donc pas un hasard si ma présentation s’est terminée par une citation de Nelson Mandela, qui prend une profondeur particulière dans le contexte de la protection de l’enfance

“On reconnaît l’âme d’une société à la manière dont elle traite ses enfants.”

Ces mots accompagnent de nombreuses discussions dans le droit international de la famille.

Un dialogue mondial sur l’enfant, la famille et le droit

Le congrès a réuni des experts de nombreux pays — parmi lesquels des juges de hautes juridictions, des universitaires, des organisations internationales et des praticiens de la justice familiale.

Le programme a montré de manière impressionnante à quel point les thèmes du droit de la famille moderne sont devenus diversifiés. Ont notamment été discutés :

  • les enlèvements internationaux d’enfants et les Conventions de La Haye
  • les évolutions du droit de la famille dans différents États
  • le rôle des tribunaux dans la protection de l’enfance
  • de nouvelles formes de résolution alternative des conflits
  • les effets de la technologie, des réseaux sociaux et de l’intelligence artificielle sur le droit de la famille
  • ainsi que des questions d’identité, de traditions culturelles et de droits de l’enfant.

Ce qui était particulièrement frappant, c’est que malgré des systèmes juridiques très différents, des défis très similaires apparaissent partout.

Presque partout, les mêmes questions se posent :

  • Comment les tribunaux peuvent-ils réellement protéger les enfants ?
  • Comment résoudre de manière constructive des conflits parentaux fortement escaladés ?
  • Et où le système juridique classique atteint-il ses limites ?

Ma première conférence : lorsqu’un système conçu pour rendre la justice doit produire du bien-être

Ma présentation portait le titre :

« Quand un système conçu pour rendre la justice est appelé à produire du bien-être : le décalage structurel dans le droit de la famille ».

Au cœur de cette présentation se trouvait une observation fondamentale.

Traditionnellement, le droit de la famille fonctionne selon la logique de la justice entre deux parties. Les tribunaux décident entre la position A et la position B. L’objectif est d’appliquer la justice.

Cependant, les procédures familiales modernes poursuivent un objectif différent :

elles doivent garantir l’intérêt supérieur de l’enfant.

C’est là qu’apparaît une tension structurelle.

Un tribunal peut certes prendre une décision — mais une décision n’est pas encore une solution.

Résultats de recherche : un regard sur les conséquences

Dans cette conférence, j’ai présenté en particulier deux de mes propres études. Un résultat particulièrement intéressant n’avait pas été recherché dans la première étude.

De nombreuses personnes concernées ont décrit leurs expériences avec le Système du Soutien de la Famille — c’est-à-dire les tribunaux, les services de protection de la jeunesse, les experts ou les avocats — comme plutôt négatives ou peu utiles. Par ailleurs, son influence sur la satisfaction de vie ainsi que sur la santé mentale et physique s’est révélée statistiquement non pertinente.

Cela soulève une question difficile mais nécessaire :

Le système aide-t-il réellement toujours les enfants — ou peut-il parfois même intensifier les conflits ?

Le problème structurel

Ma thèse est que le problème ne réside pas principalement dans certaines professions ou personnes individuelles. Il s’agit plutôt d’un problème systémique.

Mais auparavant, un point important :
il n’existe aucune évaluation permettant de déterminer si les décisions ont effectivement permis de garantir le bien-être de l’enfant.

Plusieurs facteurs interagissent :

  • une tradition juridique orientée vers la résolution des conflits par décision
  • des ressources limitées dans les tribunaux et les services sociaux
  • la forte dimension émotionnelle des conflits parentaux
  • la traduction de dynamiques familiales complexes en catégories juridiques.

Il en résulte une situation dans laquelle les tribunaux doivent prendre des décisions alors que le conflit réel demeure souvent non résolu.

Une issue possible : la coopération plutôt que la confrontation

À la fin de ma conférence, j’ai donc abordé les voies possibles pour sortir de ce dilemme. e les ai approfondis, notamment la médiation, au cours de ma deuxième présentation.

Une approche centrale consiste à renforcer les procédures coopératives, notamment :

  • la médiation
  • la coopération interdisciplinaire
  • des modèles consensuels au sein des procédures judiciaires.

L’idée qui sous-tend ces approches est simple :

si les parents parviennent à résoudre eux-mêmes leur conflit, des solutions plus durables émergent souvent — des solutions qui, à long terme, bénéficient également aux enfants.

Les tribunaux restent importants — mais peut-être moins comme lieux où des décisions sont imposées que comme cadres permettant la résolution des conflits.

Rencontres internationales et questions communes

Ce qui a rendu ce congrès particulièrement précieux, c’est l’échange international.

Des participants venus d’Europe, d’Afrique, des Amériques, d’Asie et d’Australie ont partagé leurs expériences. Malgré des contextes culturels et juridiques différents, une image étonnamment commune est apparue :

les défis du droit de la famille se ressemblent partout dans le monde.

Partout se posent des questions telles que :

  • Comment protéger les enfants des conflits parentaux fortement escaladés ?
  • Comment rendre les procédures juridiques plus humaines ?
  • Et comment éviter que les institutions ne causent involontairement des dommages ?

Ces discussions montrent à quel point la coopération internationale est essentielle dans ce domaine.

Impressions personnelles

Au-delà des discussions scientifiques, ce sont surtout les rencontres avec des collègues engagés de nombreux pays qui restent en mémoire.

Ce sont précisément ces conversations — souvent en dehors des panels officiels — qui font naître de nouvelles idées.

L’échange autour de la recherche, de la pratique et des expériences issues de différents systèmes juridiques aide à remettre en question ses propres perspectives et à les développer davantage.

Conclusion

Le congrès du Cap a une nouvelle fois montré combien le droit de la famille est central pour nos sociétés.

Dans peu d’autres domaines juridiques se rencontrent de manière aussi directe le droit, la psychologie, la réalité sociale et les émotions humaines.

Si nous voulons réellement protéger les enfants, nous devons peut-être avoir le courage de repenser certaines hypothèses fondamentales de nos systèmes.

Ou, pour reprendre les mots de Nelson Mandela :

« On reconnaît l’âme d’une société à la manière dont elle traite ses enfants. »

Le dialogue international à ce sujet ne fait que commencer.

_______________________________________________

Derecho de familia entre el derecho y la realidad

Impresiones del 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference en Ciudad del Cabo

En marzo de 2026 se celebró en Ciudad del Cabo la 28th Annual Global MDT/UWC Family Law Conference, un congreso internacional que reunió a destacados jueces y juezas, académicos, abogados y mediadores de todo el mundo. La conferencia fue organizada por la University of the Western Cape junto con socios internacionales y tuvo lugar del 11 al 13 de marzo en Sea Point, Ciudad del Cabo.

Para mí fue una gran alegría y un honor especial participar en este congreso y presentar allí dos ponencias. El evento ofreció no solo un impresionante nivel académico, sino también una atmósfera internacional extraordinaria, tanto en el plano profesional como humano.

Ciudad del Cabo – una ciudad entre naturaleza, historia y renovación

Ciudad del Cabo es una de esas ciudades del mundo que cautivan inmediatamente. La vista de la Montaña de la Mesa, el Atlántico justo frente a la ciudad y una sociedad vibrante y diversa crean un escenario impresionante para el intercambio internacional.

Precisamente en un congreso sobre derecho de familia, este lugar adquiere un significado especial. Sudáfrica es un país con una historia compleja, donde las cuestiones de derecho, justicia y reconciliación social desempeñan un papel central. Esta perspectiva también marca muchos debates jurídicos.

No es casualidad que mi presentación terminara con una cita de Nelson Mandela, que adquiere una profundidad especial en el contexto de la protección de la infancia:

“Una sociedad se reconoce por la forma en que trata a sus niños.”

Estas palabras acompañan muchas discusiones en el derecho internacional de familia.

Un diálogo global sobre infancia, familia y derecho

El congreso reunió a expertos de numerosos países, entre ellos jueces de tribunales superiores, académicos, organizaciones internacionales y profesionales de la jurisdicción de familia.

El programa mostró de forma impresionante cuán diversos se han vuelto los temas en el derecho de familia moderno. Entre otros, se debatieron:

  • las sustracciones internacionales de menores y los Convenios de La Haya
  • la evolución del derecho de familia en distintos países
  • el papel de los tribunales en la protección de la infancia
  • nuevas formas de resolución alternativa de conflictos
  • los efectos de la tecnología, las redes sociales y la inteligencia artificial en el derecho de familia
  • así como cuestiones de identidad, tradiciones culturales y derechos de la infancia.

Lo particularmente impresionante fue que, a pesar de sistemas jurídicos muy diferentes, los desafíos resultaron sorprendentemente similares en todo el mundo.

En casi todas partes surgen las mismas preguntas:

  • ¿Cómo pueden los tribunales proteger realmente a los niños?
  • ¿Cómo pueden resolverse de forma constructiva los conflictos parentales altamente escalados?
  • ¿Y dónde encuentra sus límites el sistema jurídico clásico?

Mi primera ponencia: cuando un sistema diseñado para la justicia debe producir bienestar

(“When a System Built for Justice is Asked to Deliver Welfare: The Structural Mismatch in Family Law: el desajuste estructural en el derecho de familia”)

La idea central partía de una observación fundamental.

El derecho de familia funciona tradicionalmente según la lógica de la justicia entre dos partes. Los tribunales deciden entre la posición A y la posición B. El objetivo es implementar la justicia.

Sin embargo, los procedimientos familiares modernos persiguen otro objetivo:
proteger el interés superior del niño.

Aquí surge una tensión estructural.

Un tribunal puede tomar una decisión, pero una decisión no es necesariamente una solución.

Resultados de investigación: una mirada a las consecuencias

En esta ponencia presenté en particular dos estudios propios. Uno de los resultados más interesantes no había sido buscado originalmente.

Muchas personas afectadas describieron sus experiencias con el Sistema de Apoyo a la Familia —es decir, tribunales, servicios sociales, peritos o abogados— como más bien negativas o poco útiles. Por lo demás, su efecto sobre la satisfacción vital, la salud mental y la salud física resultó estadísticamente irrelevante.

Esto plantea una pregunta difícil pero necesaria:

¿El sistema realmente ayuda siempre a los niños, o a veces incluso puede intensificar los conflictos?

El problema estructural

Mi tesis es que el problema no reside principalmente en profesionales o personas individuales. Se trata más bien de un problema sistémico.

Además, existe otro punto importante:
no se evalúa si las decisiones judiciales realmente han logrado implementar el bienestar del niño.

Varios factores se combinan:

  • una tradición jurídica orientada a resolver disputas
  • recursos limitados en tribunales y servicios sociales
  • la fuerte carga emocional de los conflictos parentales
  • la traducción de dinámicas familiares complejas en categorías jurídicas.

Como resultado, los tribunales se ven obligados a tomar decisiones mientras que el conflicto real a menudo permanece sin resolver.

Una posible salida: cooperación en lugar de confrontación

Al final de mi ponencia abordé posibles vías para salir de este dilema, a profundizar en mi segunda ponencia.

Un enfoque central es fortalecer procedimientos cooperativos, especialmente:

  • mediación
  • cooperación interdisciplinaria
  • modelos consensuales dentro de los procedimientos judiciales.

La idea es simple:

Cuando los padres pueden resolver su conflicto por sí mismos, suelen surgir soluciones más sostenibles, que a largo plazo también benefician a los niños.

Los tribunales siguen siendo importantes, pero quizá menos como lugar de decisión y más como marco para la resolución de conflictos.

Encuentros internacionales y preguntas compartidas

Lo que hizo este congreso especialmente valioso fue el intercambio internacional.

Participantes de Europa, África, América, Asia y Australia compartieron sus experiencias. A pesar de contextos culturales y jurídicos diferentes, emergió una imagen sorprendentemente común:

los desafíos del derecho de familia son similares en todo el mundo.

Conclusión

El congreso en Ciudad del Cabo volvió a demostrar cuán central es el derecho de familia para nuestra sociedad.

En casi ningún otro ámbito jurídico se encuentran derecho, psicología, realidad social y emociones humanas de manera tan directa.

Si realmente queremos proteger a los niños, quizá debamos tener el valor de replantearnos algunos supuestos básicos de nuestros sistemas.

O, como deciamos que reconoció Nelson Mandela:

“Una sociedad se reconoce por la forma en que trata a sus niños.”

El diálogo internacional sobre estas cuestiones apenas ha comenzado.